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Erdgasraceday '08
 
 
 
 
 
1700hm Reichlich Höhenmeter verteilt auf viele kleinere Anstiege. Die schwersten Anstiege befinden sich in Geising, Bobbahn in Altenberg und der Schlussanstieg nach Pesterwitz.
20% Die maximale unmenschliche Steigung befindet sich an der Bobbahn nach dem Anstieg nach Altenberg und Abfahrt nach Hirschsprung.
126km Streckenpunkte: Dresden | Pirna | Bergießhübel | Bad Gottleuba | Breitenau | Börnchen | Bärenstein | Lauenstein | Geising | Altenberg | Waldidylle | Falkendorf | Oberfrauendorf | Niederfrauendorf | Oberhäslich | Possendorf | Freital | Pesterwitz | Dresden
Straße
Kopf-
stein-
pflaster
Die Streckenbeschaffenheit ist relativ gut. Es gibt einige Abfahrten auf holpriger Aspahltpiste und ein kurzes Kopfsteinpflasterstück rund um den Ortkern Bärenstein.
35€ Im Startgeled ist die Leihgebühr für den Transponder bereits enthalten.
www   http://www.sachsen-tour-international.de/raceday/home.html
Heiß war es an diesem Sonntag. Die Impressionen liegen nur wenige Stunden zurück. Die Beine schmerzten noch ein wenig nach der heutigen REKOM-Runde. Meine Zeit war besser als meine angestrebte Platzierung. Am Ende reichte es nur für Platz 181. Ein Rennen, wo wirklich nicht viel zusammen passte.

Startpunkt des gestrigen Rennens war das Terassenufer in unser schönen Landeshauptstadt Dresden. Nachdem ich eine halbes Stunde vor dem Startschuss in der Aufstellungen meinen Platz so ziemlich am Anfang gefunden hatte, ertönten die Lautsprecherdurchsagen der Rennleitung. Streckenänderungen wurden bekanntgegeben, wo nach die Strecke erst einmal einfacher klang. Dies bewahrheitete sich aber nicht ganz.
Ca. 550 Startet gingen um 8:20 auf der großen Runde an den Start. In schneller Fahrt ging es durch die Stadt nach Pirna. Auf dem Weg dorthin musste ich sehr aufmerksam agieren, da viele Fahrer der Meinung waren, dass man auf den ersten 20km unbedingt 5 Plätze durch waghalsige Manöver gut machen müsste. So kam es dann auch, wie es kommen musste. Durch ein kleineres Aufstauen verzögerte der Vorderman in seiner Unfähigkeit so, dass er stürzte und vor mir auf der Straße lag. Mit diesem Primagefühl im Bauch und dem Adrenalin im Körper, es gerade noch erbremtst zu haben, betete ich, dass niemand hin mich hinfährt. Nachdem etwa 100 weitere Fahrer die Unfallstelle umfahren hatte, konnte ich dann endlich auch weiter radeln, um den Anschluss an das Hauptfeld wieder herzustellen.

Nach einer kleineren Zeitfahreinlage mit 52-12 kam ich dann auch wieder im Hauptfeld an und weiter ging es in Richtung Bergießübel auf leicht ansteigender Straße. Nun zog sich das Feld wie zu erwarten auseinander. So langsam aber sich wurde es nun auch schön warm und die Wasservorräte gingen zur Neige. Nur gut dachte ich, dass bald der erste Verpflegungspunkt kommt, um meine Trinkflaschen wieder aufzufüllen. Leider kam dieser nicht. Nun ging es also mit einem Frustgefühl auf die Anfahrt nach Breitenau. Die erste steile Rampe an diesem Tag verlangte bereits einige Opfer. Dem einen Riss die Kette, der andere konnte jetzt bereits von Krämpfen geplagt nicht mehr weiter fahren. Alles im Allen ist der Anstieg nach Breitenau schon recht steil, aber nicht so zermürbend wie die spätere Bobbahn. Hier werden gerade einmal 15% geboten.
Im schnellen Tritt ging es weiter nach Liebenau und Börnchen. Zwei gefährliche Stellen bzw. Örtchen. Es muss aus ca. 60 - 70km/h in eine nicht einsehbare Kurve eingebremst werden. Zwischendrinne immer wieder ein paar kleinere Hügelchen, welche man aber im Wiegetritt hochtreten kann. Nach Börnchen folgt eine Serpentinenabfahrt in das Müglitztal, auf welcher man schon einige Zeit liegen lassen kann, wenn man zu ängstlich fährt. Aber im Wieder das gleiche Bild. Eine kleinere Gruppe, aber niemand will die Führungsarbeit leisten. Fährt man dann vorne um das Tempo endlich mal ein wenig zu forcieren, so bleibt aber auch keiner in meinem Windschatten. So kommt es immer wieder dazu, dass wir mit 30-40 die Straße entlang trödeln.

Untem im Müglitztal angekommen, durchbrach ich einfach mal die heruntergelassen Schranken im Gedanken, dass da doch jetzt eh kein Zug kommt. Die Polizei winkte auch so irgendwie durch, aber dummerweise kam dann mir doch ein Zug entgegen. Mmmh. In Hoffnung, dass ich in Bärenstein endlich meine Trinkflaschen füllen könnte, wurde ich wieder enttäuscht. Mit etwas Argwohn fuhr ich die Kopfsteinpflasterstraße ab. In dem Bewusstsein, dass ich ohne Wasser nicht mal Altenberg mehr ohne Krämpfe hochkommen würde, entschloss ich mich kurzerhand einfach das nahegelegene Gasthaus anzusteuern und einfach mal nach Wasser zu fragen. Prompt war auch eine Trinkflasche gefüllt, was aber doch 2 Minuten kostete.
Der Anstieg von Bärenstein durch Lauenstein und Geising nach Altenberg war schweißtreibend. Ich schloss ich einer kleineren Gruppe an und fuhren mit einem 30er Schnitt die Müglitztalstraße bis Geisung bergauf. Dann trennte sich unsere Wege. Ich sortierte mich in der Mitte ein. Einigen konnte ich nicht mehr folgen, andere brachen noch mehr ein. Die Auffahrt in Geising bietet nur am ersten Anstieg mit 10% eine Herausforderung und wird dann mit 3-5% durchweg fast flach. Ein wenig wellig geht es dann durch Altenberg bis zur Abffahrt nach Hirschsprung. Mit 80 Sachen in die Tiefe, um in der ersten Kurven mächtig zu ankern. Leider genau vor dem Gegenanstieg. Aber im Wiegetritt noch mit gut 30 überfahrbar.

In rasender Abfahrt geht es bis zum Abzweig Bobbahn. Dieses Jahr waren alle schlauer, und so postierte man der heißen Stelle einen zusätzlichen Polizisten, um auf die Gefahr der Kurve hinzuweisen. Rückblick: Letztes Jahr waren einige Fahrer bei Regen einfach zu schnell für diese Kurve.

Auf leicht ansteigender Straße geht es nun in Richtung Bobbahn. Das Highlight auf das sich alle gefreut haben. 20% kannte ich noch vom Kühtai zu gut. Dort waren es zwar fast 700hm am Stück, aber heute ist Renntag. Wie eine Mauer stand der Berg vor einem. Wahnsinn. Dazu knallte noch diese drückende Hitze. Die Krämpfe bedingt durch Wassermangel, taten ihr übriges dazu, dass jeder diesen Berg in Erinnerung behalten wird. Schier endlos steil windet sich die Straße auf wenigen Kehren den Hang hinauf. Zahlreiche Fahrer schieben bereits ihr Bike und in meinem Kopf schreit ein Männchen permanent: Aufhören.Ich will nicht mehr. Schieben ;) Doch nix da. Es ist ja schließlich keine Kaffeefahrt. Oben angekommen gibt es nun endlich auch mal einen Verpflegungspunkt. Schnell 2 Becher Wasser, 1 Banane und die leeren Trinkflaschn aufgefüllt geht es weiter nach Waldidylle. Nach einem kurzen auf und ab erreichen wir die Orte Falkenhain, Oberfrauendorf, Niederfrauendorf und Reinholdshain.
Auf dieser Strecke tat ich mich mit einem anderen Fahrer zusammmen und so machten wir gut Meter. Er sollte auch der einzige bleiben, dass etwas vom Radfahren an diesem Tag verstand. Nach dem wir uns auf der B170 von Oberhäslich bis nach Rundteil gequält hatten, folgte die Abfahrt nach Possendorf und Freital, wo wir auf eine weitere 2-Mann-Gruppe aufschlossen. Sie schienen auch schon ein wenig fertig zu sein und somit wollte nun gar keiner mehr führen. Tortzdem schafften wir es irgendwie, dass jeder mal arbeiten musste, aber schnell waren wir leider nicht mehr. Und so schloss nun die Verfolgergruppe der 61km-Fahrer am letzten Anstieg nach unserer Bummelfahrt auf uns auf. Irgendwie flogen sie förmlich am Berg an uns vorbei. Mit Krämpfen in den Beinen quälte ich mich noch ein mal unter den Anfeuerungsrufen der Anwohner den steilen 15% Stich den Berg hinauf. Oben noch einmal eine Bergwertung. Einfach zum Spaß nutzte ich diese um ein bisschen wegzusprinten. Leider war dies etwas schmerzhaft. Aber Applaus gab es trotzdem.

Nachdem sich eine 10-Mann starke Gruppe formiert hatte, ging es auf der Coventrystraße wie zu erwarten auch mal wieder nicht voran. Niemand wollte führen und so wurde aus einem Rennen, eine Kaffeekränchenfahrt. Da wir das zu langsam war und ich meinen Termin 12:10 halten wollte, ging ich nach vorne und alle lutschten fleißig an meinem Hinterrad. Auf meiner Aufforderung auch mal was zu tun, sagte der Fahrer an Position 2 einfach nur: Nö!. Lächerlich. Irgendwie sind wir dann trotzdem alle unter der Marienbrücke durchgefahren. Ich trat kurz an, um zu sehen, ob die anderen meinem Speed folgen können. Ja. Nun machte ich wieder ein bisschen langsamer und lies 2-3 überholen. Am Anfang in ungünstiger Außenposition schob ich den Turbo an und schob mich mit einem Fotofinish noch an allen vorbei.

Es war zwar nur der Kampf um Platz 181, aber Rennen ist Rennen und Spaß macht es immer. Um 8 Plätze zum Vorjahr verbessert. Die Zeit auch verkürzt. Da die Strecke aber anders aufgeteilt war, ist ein Vergleich nur schwer möglich. Merke: Härter trainieren und den Bobbahnanstieg öfters mal einbauen.
Ergebnisse
2008 Marcus Platz 181 (von 535) mit 3:52:00

2007 Marcus Platz 189 (von 530) mit 3:56:00
 
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