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24h Rennen Chemnitz '10
 
 
 
 
 
125hm Leicht welliger Pacours mit 3 größeren Anstiegen.
7% Am letzten richtigen Anstieg durch den Wald. Eigentlich mit Schlamm garniert.
8km Rundkurs rund um den Stausee Eibenstock.
S1 Teilweise ruppige Wurzeltrails, welche aber wunderschön flowig zu fahren sind.
60€ Im Startgeld sind die Transponder, Standgebühr, Verpflegung und Duschen inbegriffen.
www   www.mtb-chemnitz.de

Rennbericht von Sebastian Golz - Bike Passion
 
Rennbericht vom Torsten
Auch in diesem Jahr hatten wir uns frühzeitig dazu entschlossen, wieder am vielleicht schönsten 24h Mountainbike-Rennen Deutschlands teilzunehmen. Diese Veranstaltung besticht mit guter Organisation, einer super Streckenführung mit schönen Trails, einem stetig wachsenden Teilnehmerfeld und einem sehr fair bemessenen Startgeld von ca. 60 € pro Starter. Vom letztjährigen Team waren Marcus, Sebastian Döring und ich dabei. Eine tolle Verstärkung erhielten wir in Person von Sebastian Golz von Bike Passion e.V. Pirna, die dieses Jahr aufgrund anderer Wettkampfpläne kein eigenes Team stellen konnten.
Gegen 9 Uhr trafen wir auf dem Veranstaltungsgelände zum obligatorischen Aufbau des Zeltlagers ein. Dabei bestand unsere im Gegensatz zum letzten Jahr leicht optimierte Ausstattung im Wesentlichen aus einem Campingkocher, einem Feuerkorb für die kalte Nacht und zwei Partyzelten. Im Vergleich zur Ausrüstung der angereisten Pro-Teams reichlich unprofessionell, da diese meist mit Spinning-Rad, eigener Masseuse, Waschmaschine und dazugehörigem Wäschetrockner zu glänzen wissen. Da wir offensichtlich alle weder Freunde noch Familie besitzen, mussten wir dieses Mal auch auf die helfende Hand eines Betreuers verzichten. Diese Tatsache bereitete dank eines super Teamworks und des reibungslosen Rennverlaufs jedoch keinerlei Probleme. Große Sorgen bereitete uns im Vorfeld auch das Wetter, da Höchsttemperaturen von 13 °C und Dauerregen prognostiziert waren. Diese Vorhersage schien sich auf der Hinfahrt mit frostigen Temperaturen und leichtem Nieselregen auch zu bewahrheiten. Glücklicherweise sollte es dann während der ganzen Renndauer trocken bleiben und somit konnte ich erstmals nach Beendigung eines Rennens auf den Einsatz eines Hochdruckreinigers verzichten.
Pünktlich um 12:10 Uhr erfolgte dann der Start der Vierer- und Achterteams mit mir als aktiven Teilnehmer mitten im Renngeschehen. Direkt 50 m nach dem Start ging es in eine enge Linkskurve. Ein kleiner Stau und die ersten Stürze waren das Resultat dieser etwas unglücklich gewählten Start-Location. Anschließend absolvierte ich zwei relativ schnelle Startrunden und konnte uns gut in Position bringen, ohne dabei zuviel zu riskieren. Dabei kam mir entgegen, dass die Strecke im Vergleich zum letzten Jahr bis auf eine kleine Schleife vorm finalen Trail nahezu unverändert war. Bei der ersten Übergabe des Staffelbandes an Sebastian G. gab es aufgrund meiner geistigen Umnachtung dann noch einige Komplikationen, die wir aber im Verlauf des Rennens abstellen konnten. Unsere Taktik sah vor, dass wir immer zwei Runden in gleich bleibender Reihenfolge in den Schotter pressten. Das sollte für uns den besten Kompromiss aus Geschwindigkeit und ausreichenden Regenerationsphasen darstellen. Die Pausen zwischen den Turns nutze jeder von uns mit ausreichender Energiezufuhr in Form von chemischen Konzentraten aus dem Hause Powerbar, Toilettengängen und dem obligatorischen Bike-Check. Mein persönliches kulinarisches Highlight an diesem Wochenende waren die vom Veranstalter angebotenen Nudeln. Man hatte geschmacklich den Eindruck, dass man gerade seinen Löffel in eine Tüte Mehl stecken würde. Ein Hoch auf die 5 Minuten Terrine, die mir im Anschluss den Abend gerettet hat.
Nachdem wir uns nach den ersten absolvierten Runden bereits um den 10. Platz herum einpendeln konnten, sollten wir uns bis zum Beginn der Nacht dank äußerst konstanter Rundenzeiten auf den 7. Platz vorarbeiten. In der Nacht konnten wir auch aufgrund ausgezeichneter Beleuchtung, die besonders im Trail für viel Fahrfreude gesorgt hat, unsere Rundenzeiten vom Tag nahezu halten. Im Morgengrauen konnten wir uns dann zu unserer eigenen Überraschung auf dem 6. Platz wiederfinden. Allerdings sollte der Vorsprung auf den 7. Platz bis zum Rennende sehr gering bleiben, so dass alles auf die letzten Runden ankam. Um die Position zu halten, wurde daher die Taktik leicht modifiziert. Beide Sebastians fuhren Einzelrunden und wir hatten den Schluss so abgestimmt, dass mit Sebastian G. der schnellste Fahrer als letzter auf die Strecke ging. Allerdings konnte das hinter uns platzierte Team im Gegensatz zu uns nicht mehr vor Ablauf der offiziellen Renndauer von 24h die Ziellinie überqueren, so dass wir mit einer Runde Vorsprung einen sensationellen 6. Platz sichern konnten. Dies ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass viele Mannschaften in den Top 10 mit großem Betreuerstab und gesponserter Ausrüstung am Start waren. Mit zwei Fully-Fahrern sollte in unserem Team auch die Quote der ultraleichten Race-Hardtails am geringsten ausgeprägt gewesen sein. Zum Abschluss gönnten wir uns dann noch das wohlverdiente Finisher-Pils.
Zusammenfassend kann man sagen, dass wohl keiner von uns mit so einer tollen Platzierung gerechnet hätte. Wir konnten unser Rennen ohne Pannen, Stürze und nennenswerte Schwächephasen mit sehr konstanten Rundenzeiten beenden und auch die Stimmung im Team war die ganze Zeit hervorragend. Danke Jungs!!
Als einzige Negativerlebnisse bleiben daher auch nur die teilweise heftigen Unfälle einiger Fahrer in den Nachtstunden und das sehr unsportliche Verhalten mancher Fahrer beim Überholen in Erinnerung. Insbesondere die Fahrer von Univega konnten mit auffälliger Unsportlichkeit, wie beispielsweise dem falschen Ansagen von Überholmanövern, glänzen.
Ergebnis 2010
6. Platz mit 76 Runden für Torsten, Sebastian 1, Sebastian 2 und Marcus
 
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