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24h Rennen Chemnitz '09
 
 
 
 
 
110hm
7%
ca. 8km
S0 - S1 Ein kurzes ruppiges Trailstück.
60€ Stargeld für einen Fahrer.
www   www.mtb-chemnitz.de
Vom 20. bis zum 21. Juni galt es über 24 Stunden im Viererteam Runden zu sammeln. Dies sollte unser erstes gemeines Nonstop Mountainbike-Rennen werden. Die Vorbereitungen verliefen in diesem Jahr dank diverser Krankheiten ziemlich schleppend und nicht jeder fand im Frühjahr ausreichend Motivation für ein intensives Biketraining.

Laut Rico, unserem Betreuer, etwas unorganisiert vorbereitet trafen wir gegen 10 Uhr auf dem Zeltplatz – einem großen Acker – ein und breiten unsere Habseligkeiten aus. Der Aufbau unserer hochmodernen Zeltstadt verlief dank Panzertape schnell und unkompliziert. Noch fix das Zelt aufgebaut, Isomatten und Schlafsack im Transporter ausgebreitet, Kochplatte (ja sie war elektrisch) raus und die Akkus ins Ladegerät. Vorbereitungen fertig. Das ganze sah dann ziemlich spartanisch gegenüber den anderen Teams mit Liegen, Armeezelten, Generatoren und Lampen aus, aber es hat im Endeffekt gereicht.

Da weder Torsten, Sebastian noch ich die Stadtrunde fahren wollten, nominierten wir einfach Andreas, und dazu gestoßen vierten Fahrer für dieses Ehrenamt. Pünktlich 12:05 erfolgte der Startschuss und die Aufregung stieg nun auch bei mir an. Nach gut 25 Minuten passierte Andreas unseren neben der Strecke befindlichen Lagerplatz. Somit blieben mir noch gemütliche 20 Minuten zum Rumdösen und Warmfahren. Naja das Warmfahren beschränkte sich dann auf den Fahrweg zur Wechselzone. In der Wechselzone stehend betrachtete ich das Treiben und wie fast schon alles Teams gewechselt hatten. Die Top-Teams betrieben eine Ein-Runden-Strategie. Wir dagegen wechselten alle 2 Runden, da man in der Regel die erste Runde zum Warmfahren brauchte und auch der Wechsel ca. 1 Minute kostete.

Dann endlich erreichte Andreas die Wechselzone, übergab Rico das Bike und rannte zu mir. Schnell den Staffelband übergeben und ab zum Ausgang, einklicken und auf dem großen Blatt los stampfen. Die erste Runde nutzte ich, wie auch viele andere Fahrer zum Warmfahren und Strecke kennenlernen. Der Puls generell oberhalb von 180 sollte auch noch für die nächste Runde fast Dauerzustand bleiben. Das erste Teilstück für etwa 6 min beschränkte sich auf Konditionsbolzen auf Schotter- und Waldwegen. Der sich anschließend schnell Trail machte Hunger auf mehr und ließ sich einfach nur geil fahren. Angst hatte ich nur um das Material, welche auf den vielen Wurzelteppichen arg leiden musste. Mit Highspeed größer 50 ging die Waldautobahn weiter. Kleiner Drop oder großer Sprung hinein in den Gegenanstieg. Schöner Wiesenpfad noch komplett mit Speed fahrbar. Hinein in den Bergauftrail mit Schlammgarantie. Dieser zog beachtlich die Kraft aus den Beinen und wurde mit zunehmender Stunde kaum noch fahrbar. Leider staute es sich hier massiv und somit blieb die erste Runde fernab einer guten Rundenzeit. Den 6% Anstieg schnell hinter sich gebracht rollte es nun wieder leicht auf Schotter leicht bergab mit anschließenden leichten Vollgas Anstieg. Mit unverminderter Geschwindigkeit ging es durch die Kurve auf den Abschnitt, welchen ich als Schlammfeld taufen würde. Am Anfang noch gut fahrbar, wurde es im Laufe des Rennens immer waghalsiger überhaupt eine Linie zu finden. Highlight war die anschließende technische Passage. Fast schon flowig, einfach nur runterknallen. Jedoch leider viel zu oft Verkehr. Den Abschluss der Runde bildete wieder eine Vollgaspassage auf Schotter und über die kleine Staumauer hin zur Wechselzone. Insgesamt eine wirklich geile Strecke, die aber gerade in Nacht schon Konzentration verlangt und am Tage bei Trockenheit richtig Gaudi macht.

Die nächste Runde verlief dann deutlich schnell, trotz Verkehr auf der Strecke. Der Wechsel gelang dank Betreuer Rico immer reibungsloser und so schickte ich Torsten nach unter 40 Minuten wieder auf die Strecke.

Jeder von uns hatte ungefähr 1,5 Stunden für die Regeneration Zeit. Ich nutzte die Pause erst einmal fürs Essen und die Bestückung meines Rades mit einer neuen Trinkflasche. Es sollte nicht die einzige Flasche bleiben, welche auf der Strecke blieb.

Die Zeit verging die ersten 6 Stunden überhaupt nicht so richtig und wir fragten uns, ob man sich denn überhaupt noch in der Nacht motivieren könnte. Der ersten Zwischenbericht verlautete Platz 25. Dies war sicherlich nicht ausgewöhnlich, dennoch waren wir ganz zufrieden.
Ergebnisse
2009 Sebastian, Torsten, Andreas und Marcus Platz 21 von 50
 
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