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Eiweiße
 
 
 
 
 
Eiweiße oder auch Proteine genannt sind organische Verbindungen, bestehend aus Kohlen-, Wasser-, Sauer-, Stickstoff, Phosphor und Schwefel. Dabei setzen sie sich aus mehreren hundert Aminosäuren zusammen. Somit spricht man von Oligpeptide.

Die körpereigene Synthese der Eiweiße wird durch die DNS kodiert. Für diese Synthese werden 20 Aminosäuren benötigt, wobei 10 davon essentiell sind, d.h. sie können im Organismus nicht hergestellt werden und müssen deshalb über die Nahrung aufgenommen werden. Dazu gehören das Leucin, Isoleucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan, Tyrosin, Vali ...

Die mit der Nahrung aufgenommenen Eiweiße werden im Körper in Aminosäuren zerlegt und wieder zu körpereigenen Eiweißen aufgebaut. Da der Körper nur maximal 110g an Aminosäuren im Blutplasma und in den Muskeln speichern kann, ist eine hochwertige Versorgung mit Eiweißen Pflicht.
Aufgaben
 - Grundbaustein aller Körperzellen
 - Steuerung biochemischer Prozesse
 - Sicherstellung des Transports von Sauerstoff und Nährstoffen
 - Grundbaustein der Muskelfasern
 - Gerüst- und Schutzeiweiß der Knorpelsubstanz, Knochen, Sehnen, Haut
 - Immunsystem
 - Reserveenergieversorgung
Wertigkeit
Je höher der Anteil an essentiellen Aminosäuren in einem Eiweiß ist, desto höher ist seine Wertigkeit.

In der Regel haben tierische Eiweiße eine höhere Wertigkeit als pflanzliche. Aus diesem Grund haben Vegetarier oder gar Verganer oft Probleme sich ausreichend mit den essentiellen Aminosäuren zu versorgen und müssen sich deshalb sehr bewusst ernähren, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.

Die biologische Wertigkeit gibt an, wie viel des aufgenommen Eiweißes in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden kann.

 - Weizen 56
 - Kartoffeln 70
 - Reis 70
 - Soja 84
 - Käse 84
 - Milch 88
 - Amaranth 92
 - Fisch 94
 - Rindfleisch 94
 - Ei 100
 - Bohnen und Mais 101
 - Milch und Getreide 105
 - Kartoffeln und Ei 137
Bedarf
Die empfohlene Menge pro Tag liegt zwischen 0,8 - 1g pro Kilogramm Körpergewicht und sollte ungefähr 12-15% der täglichen Nahrungsaufnahme umfassen. Bei Hochleistungssportlern kann dies auch bei 2,5g/kg pro Tag liegen. Neben der Menge ist vor allen Dingen die Zusammensetzung von großer Bedeutung. Dass heißt, je höher die biologische Wertigkeit ist, desto besser. Den Mindestbedarf an Aminosäuren zeigt die folgende Tabelle.

 - Isoleucin 0,7g
 - Leucin 1,1g
 - Lysin 0,8g
 - Methionin 1,1g
 - Phenylalanin 1,1g
 - Threonin 0,5g
 - Tryptophan 0,25g
Mangelerscheinungen
 - Nachlassen der körperlichen und geitigen Leistungsfähigkeit
 - Beeinträchtigung Fruchtbarkeit und des Immunsystems
 - Beschleunigung des Alterungsprozesses
 - massiver Eiweißmangel: Bildung von Ödemen
 - Überversorgung: Belastung Leber und Nieren / Durcheinanderbringung Calciumhaushalt
Vorkommen
 - pflanzlich: Getreide, Soja, Hülsenfrüchte, Kartoffeln
 - tierisch: Eier, Fleisch, Fisch, Milchprodukte
Verwendung
Eiweiße werden in Ruhebedingung nur in unbedeutender Menge zur Energieversorung herangezogen, können aber bei langer und intensiver Belastung mehr als 10% der Energieversorgung im Körper ausmachen. Dies kann auch der Fall sein, wenn der Kohlenhydratspeicher im Körper nicht optimal gefüllt oder der Fettstoffwechsel nur unzureichend trainiert ist. Daraus resultiert eine verlängerte muskuläre Erholungszeit und eine höhere Infektanfälligkeit nach dem Sport. Somit bei einer mehrstündigen Belastung eine ausreichende Aminosäurenversorgung ratsam (am Besten mit Eiweißen hoher biologischer Wertigkeit).
Empfohlene Nahrungsmittelkombinationen
 - Müsli mit Milch und Joghurt
 - Vollkornbrot mit Käse
 - Nudeln mit Käse
 - Bohnen mit Nudeln, Reis oder Kartoffeln
 - Erbsen mit Nudeln, Reis oder Kartoffeln
 - Pfannkuchen oder Waffeln
 - Pellkartoffeln mit Quark
 - Pellkartoffel mit Spiegelei
 - Kartoffeln mit Käse
 
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