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Umbrailpass
 
 
 
 
 
1120hm Mit über 1000hm am Stück zählt der Umbrailpass sicherlich nicht zu den einfach Alpenpässen, jedoch verlangt er einem auch nicht das letzte Körnchen ab.
14% 14% beträgt die maximale Steigung. Auf der letzten 500hm werden die 10% des Öfteren überschritten. Bei Gegenwind ein schwieriges Unterfangen.
13km Die Strecke ist relativ kurz. Da aber über 1000hm bewältigt werden müssen, steigt die durchschnittliche Steigung auf beachtliche 8%.
gut Die Straße ist gut fahrbar. Für 2km auf etwa 1900hm fährt man auf Naturbelag. Bei Nässe oder auf der Abfahrt ist hier Vorsicht geboten.
Beschreibung
"Es könnte alles so einfach sein, isses aber nicht!", lautet eine bekannte Zeile aus einem Lied "deutscher Musiker". Und wirklich einfach ist der Umbrailpass und seiner Verlängerung in Form des Stilfser Joch wirklich nicht. Fährt man vom tiefsten Punkt in Laatsch auf das Stilfser Joch, so zeigt der Höhenmesser über 1900hm auf unter 30km an. Wenn das nicht eine Fahrt wert ist.
Der Aufstieg beginnt in St. Maria, welches in der Schweiz gelegen ist. Die Grenzbeamten nehmen es bei Radfahrern zwar nicht so streng, aber ein Pass mitzunehmen ist sicherlich nicht die dümmste Überlegung. Der Einstieg erfolgt mitten im Ort und kann schnell übersehen werden, weil es nur eine sehr kleine (3m) Straße ist. Es geht gleich richtig zur Sache, so dass die Kette viel zu schnell auf 30-27 wechselt. Ich kann immer noch nicht glauben, dass manche Hobbyfahrer der Meinung sind: mit 39-25 oder schlimmer einen Alpenpass dieser Kategorie befahren zu wollen. Sei es drum. Am Anfang gilt einfach die Devise so leicht wie möglich, damit man auch oben noch Kraft hat.
Leider war es mir auch dieses Jahr (2008) wieder nicht vergönnt, einen Alpenpass (und zumal noch einen ziemlich schweren) bei schönem und sonnigen Wetter zu befahren. Nicht nur, dass es wieder keinerlei Aussicht gab, sondern vielmehr die einstelligen frostigen Temperaturen, Regen, Schnee, Graupel und eisiger Wind (5 bft) machten die anspruchsvolle Auffahrt bzw. Abfahrt nicht einfacher.
Die Straße schlängelt sich jetzt für über 600hm serpentinenartig durch den dichten Wald, welche leider kaum noch einen Blick auf das Tal um St. Maria eröffnet. Bei den Strapazen ist man eh mehr mit sich selber beschäftigt und um bei durchweg 9-10% Steigung wieder auf das Rad zu kommen ist auch nicht immer einfach. Zwischendurch gibt es immer mal wieder kleine Verschnaufmöglichkeiten in Form von flacheren Stücken bei 5-6% oder an Kehren, welche sehr flach gebaut wurden. Auf einem sehr kurzen Stück müssen auch mal 14% überwunden werden.
Nach dem Gasthof Alpenrose auf ca. 1800m beginnt dann der gut befestigten Schotterweg, welche ohne Probleme mit dem Rennrad befahrbar ist. Einzig die Kehren sind bei Regen schlammig bzw. matschig, aber fahrbar! Nach diverse Wintersperrschranken und Flussüberquerungen erreicht man die 2000m. Ab hier beginnt wieder eine asphaltierte Straße und es ist für einen kurzen Moment wieder flach. Jedoch hat man ab dieser Stelle, bei schlechtem Wetter mit einen sehr sehr starken Gegenwind zu kämpfen, der ein Wiegetritt sinnlos werden lässt ;)
Die Straße schlängelt sich nun auf den letzten 500hm in langen Kehren noch die restlichen Metern bis zum Pass den Berg hinauf. Bei schönem Wetter (kann ich nur betonen) eröffnet sich sicherlich ein sehr schöner Blick, jedoch hat man dann auch mit den zahlreichen Motorradfahrern (welche meist sehr entspannt fahren) und den Pseudorennfahrern (Marke: Gellocke und Cabrio) zu kämpfen. Auf dem Umbrailpass befindet sich eigentlich eine Grenzstation, welche aber meistens nicht besetzt ist. Zudem findet sich noch ein kleines Lokal, welches man aber bestimmt rechts liegen lässt um gleich weiter zum Stilfser Joch durchzubrechen.
 
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