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Etappe 1: Oberstdorf
 
 
 
 
 
500hm Die Höhenmeter sollten wohl keinen künftigen oder ambitionierten Alpencross aus der Puste bringen. Der Anstieg zur ersten Bergstation verläuft relativ gleichmäßig, aber dennoch teilweise mit über 10%. In Anbetracht der künftigen Tage, sollte man es ruhig angehen lasse.
20% Auf losem Schotter nur bedingt und mit großer Anstrengung fahrbar.
20% Alles fahrbar.
15km Die Strecke beginnt so ca. an der unteren Liftstation und schlängelt sich an den Skischanzen entlang auf zahllosen Serpentinen den Berg hinauf.
mittel Fahrtechnisch sind hier keine Schwierigkeiten vorhanden. Ein kurzes Stück beinhaltet eine kleine steilere Schotterabfahrt und bei den Serpentinen bergab, sollte man auf entgegenkommende Wandersleut und Autos acht geben.
Straße Schotter Größtenteils asphaltierte Straße. Die letzten Meter zur mittleren Bergstation mit losem Schotter.
39€ 4€ Baguettes im Bahnhof von Oberstdorf
25€ Pension Birkenhof
10€ Abendessen Pizza Italiener
... nach 5,5 Stunden Fahrt sind wir gemütlich und hungrig in Oberstdorf an der Pension Birkenhof angekommen. Mit einem Servus begrüßend wurden uns die 2 Zimmer gezeigt. Gebucht war eigentlich ein Doppelzimmer mit Aufbettung, nun haben wir halt zusätzlich ein Einzelzimmer - praktischerweise mit Dusche und WC. Da sich keiner festlegen wollte und ich bereits den Schlüssel in der Hand hatte, habe ich nun das Edelzimmer mit Bad, Balkon und Fernseher.
... nach dem obligatorischen Bikezusammenschrauben, was dank Ricos Omega nicht allzu umfangreich ausfiel, ging es erst einmal auf eine kleine Poserrunde durch die Innenstadt von Oberstdorf. Nach dem wir festgestellt hatten, dass die Bayern mal wieder einen Feiertag haben, mussten wir kurzerhand den Bäcker im Bahnhof beehren. Bei gefühlten 35°C im Schatten auf einer Bank sitzend, chillten wir erst einmal, schauten den teils attraktiven Frauen hinterher und genossen einfach mal die Baguettes.
... Torsten kam auf die Idee doch noch einige unfertige Touren in den Kopien einzuzeichnen. Das Ganze wollte er in der Nähe der Skischanze gemütlich auf einer Wiese tun. Schnell die Karten geholt und ab zur Schanze. Die ersten lässigen Höhenmeter bis zum Schanzenfuß und erst einmal stauen und den Skispringern Respekt zollen. Geschätzte 40 bis 50% Gefälle könnten das schon gewesen sein. Torsten und ich vertraten dann die Meinung, dass wir uns die Schanze auch einmal von oben anschauen müssten.
... noch einmal lässig die 100hm mit guten durchschnittlich 10% bergan gefahren. Naja es ging relativ schnell. Torsten blieb bei Rico um ihn ein wenig am Berg zu begleiten. Ich bin so ganz gechilled, hohe Trittfrequenz und wenig Kraft vorne gefahren.
... nach wenigen Minuten kam dann Torsten und anschließend Rico. Nun warmgefahren bei 30°C, null Wind und ordentlichster Steigung, hatte ich noch Lust auf das Bergrestaurant. Ein wenig mit den Höhemetern verschätzt waren es dann zusätzlich 300hm anstatt der geschätzten 150hm. Die Steigung wurde langsam eklig. Mittlerweile zeigte mein HAC schon 20% an und sank selten unter die 14% Marke. Um die Beine nicht zu übersäuern habe ich das 32er Ritzel verwendet. Der Puls immer noch in der aerobe Schwelle. Einzig die Beinmuskulator wollte einfach nicht auf die richtige Betriebstemperatur kommen. Ständig gab es kleine Stiche und ich hoffe, dass diese über die nächsten Tage hinweg vorbeigehen. Aber es liegt vermutlich an der neuen Sattelposition bzw. an den neuen Schuhen, welche aber sehr bequem und verhältnismäßig steif für Tourenschuhe sind.
... völlig durchgeschwitzt wartete ich vor einem Schotteranstieg und Wegkreuzung auf Torsten und Rico. Gar nicht gewöhnt ist man, das schier jeder Wandersmann grüßt und das auch noch zu einem Metzler. Naja haben uns dann einfach und prollig die Hemden ausgezogen, da wir nur mit Straßenklamotten gefahren waren. Diese waren nun einfach ziemlich durchnässt.
... Torsten meinte dann auch, ob wir nicht lieber rumdrehen sollten und das er einen hohen Puls hätte. Ich sagte dann, dass ich aber noch schnell auf den Berg möchte. Naja, um sich keine Schwäche einzugestehen, fuhr er dann auch mit hoch.
... der vermeintliche Schotterweg entpuppte sich dann zunehmend als Geröllweg und wurde bedingt durch Schiebepassage. Selbst Rico, ein Beißer, schob dann lieber sein 15kg Koloss den Berg hinauf.
... oben angekommen, gab es keinen Mensch weit und breit. Nur eine gastronomische Einrichtung, welche anscheinend nur im Winter gut besucht sein sollte und eine hässliche Seilbahnstation, die schon ihren täglichen Betrieb eingestellt hatte. Ein wenig über die morgige und bevorstehenden Touren philosophierend, telefonierte Rico unentwegt mit Leuten, weil es der letzte Tag in Deutschland war und es ins Festnetz nichts kostete. Torsten und Rico machten es sich dann auf der Asphaltstraße gemütlich, während mir langweilig war und ein bisschen unkontrolliert in der Gegend umherlief und die schroffen Felszüge der Seealpen bestaunte. Für den ersten Tag war die Höhe von 1265m nicht schlecht und auf meinem HAC stand endlich mal eine Höhe von 1000m, nachdem es mir im März auf Mallorca nicht gelungen war, diese zu knacken.
... nachdem wir uns geeinigt hatten, dass wir wieder ins Dorf abfahren, ging es auch gleich auf die kniffelige Schotterabfahrt ... man hatte die Wahl zwischen "Laufenlassen" und somit weniger kontrolliert die kurvige und steile Abfahrt zu nehmen, wobei man aber nicht ins Schlingern kam oder einfach die Softvariante mit schleifenden Hinterrad. Nach anfänglicher Variante 2, bevorzugte ich dann die sicherer wirkende Variante 1. Rico immer noch auf der Suchen ach der optimalen Dämpferabstimmung und dem richtigen Luftdruck, kam dann auch schnell auf mich aufschließend zum schon stehenden Torsten, der an einem kurzen Singletrail wartete. Etwas überrascht sahen Torsten und ich zu, wie Rico gleich die 35% Rampe runterschoss. Im Glauben der Weg ginge die ganze Zeit so, bevorzugte ich lieber die Serpentinen. Anschließend habe ich mich dann ein wenig geärgert.
... die 400hm waren dann auch nach ein paar Minuten abgespult. Nur hatte ich mich über die vielen schwarzen frischen Bremsspuren gewundert. Ich fragte dann Torsten, ob sie von ihm wären und er beklagte sich über den schlechten Gripp des neue aufgezogenen Nobby Nics ;)
... so da nun gerade Torsten im Zimmer sitz, sind meine Erinnerungen ein wenig verblasst und so schreibe ich nur noch eine kleine Kurzfassung: waren beim Italiener eine Pizza essen / noch dezent die Bikes optimiert und die Rucksäcke gepackt / jetzt geht es duschen und ab ins Bettchen
... morgen steht der Schroffenpass und eine relative entspannte Route auf dem Plan
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