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Etappe 3: Nösslach - Poschalm
 
 
 
 
 
2660hm Es ist ein Auf und Ab auf die Etappe. Gut 800hm am Stück bis zum Sattelberg. Weitere 100hm bzw. 200hm auf dem Weg zum Stein- bzw. Kreuzjoch und der Abschluss mit 1100hm am Stück bis zur Poschalm.
32% Die maximale Steigung erreicht man bei dem Aufstieg zum Sattelberg über den Wanderweg 4. Die maximale Steigung auf der noch fahrbaren Straße befindet sich nach dem Südtiroler Bergbaumuseum mit 22%.
14% Das maximale Gefälle befindet sich zwischen Stein- und Kreuzjoch auf der Brennergrenzkammstraße auf einer alten Militärpiste.
70km Streckenpunkte: Humlerhof | Nösslach | St. Jakob | Vinaders | 81 | Sattelberg-Alm | Tiroler Höhenweg | 4 | 80 | Sattelberg | Steinjoch | Kreuzjoch | Giggelberg | Gossensaß | Steckholz | Tschöfs | Thuns | Obertelfes | Mareit | Ridnaun | Maiern | Südtiroler Bergbauseum | 28 | Poschalm
mittel Wiederum keine fahrtechnischen Highlights. Jediglich bei der Abfahrt vom Kreuzjoch, sollte man die Ideallinie finden, denn die Piste ist teilweise sehr ruppig.
38€ Poschalm (Moarerbergalm) mit Frühstück und Abendessen inkusive. Das Abendessen war reichlich und gut schmeckend. Beim Frühstück darf nicht allzu viel erwarten. Die Menschen hier oben waren vermutlich etwas menschenscheu. Duschen gibt es nicht offiziell und die hygienischen Umstände sind auch etwas anders.
Fahrzeit: 6:22:00 | Benötigte Zeit: 10:27:00
2110m üNN, das Zimmer mit 5 Betten parallel und die Ausleuchtung des Bettenlagers erfolgt mit einer 10W Glühbirne an der Decke. Noch ist es hell, aber draußen braut sich bereits eine Regenfront zusammen. Leider mussten wir die heutige Tour an dieser Stelle abbrechen, weil wir es nicht mehr vor 21Uhr bis zur Schneeberghütte geschafft hätten. Als nicht so erfahrene Alpinisten ist es vermutlich nicht ganz so klug nachts noch 2,5h Schiebepassage in unbekanntem Terrain in Angriff zu nehmen. Na wir werden sehen wie es morgen wird.
Theoretisch soll es morgen regnen, aber bei fast 5h Tragen und Schieben sollte das nicht ganz so schlimm sein. Startpunkt der dritten Mammutetappe war der Humlerhof in Außernösslach. Die Unterkunft war in Ordnung, aber sonst so naja. Das Essen hat geschmeckt, war aber nicht so ganz preiswert und die Besitzer nicht die Nettesten. Nach einer Stunde erreichten wir nach diversen Kartenlesestopps Vinaders.
Bis dorthin ging es tendenziell bergab und es eröffnete sich des Öfteren der Blick auf die Brennerautobahn, welche sich eindrucksvoll durch die Alpenlandschaft schlängelt. Nach Überquerung der Hauptstraße folgten wir dem steilen Anstieg zur Sattelbergalm. Ideal waren wie anfänglichen 14% um das Laktat aus den Beinen zu treten. Anfangs noch auf einer schmalen Teerstraße verlaufend, wandelt sich diese zu einer flacher werdenden Schotterauffahrt.
Highlight dieses Aufstieges war Torstens gutes Auge beim Öffnungsversuch eines Gatters. Nach mehrmaligem Versuch den Riegel zu öffnen, beschloss ich darüber zu klettern. Ein Fuß auf der Tür und diese fiel auf. Weiter zur Sattelbergalm mit kleineren Verschnaufpausen. Eigentlich wollten wir die Route vom Großmeister Achim auf dem Wanderweg 1 durch die Sattelmöser fahren. Nachdem wir bereits 100hm zurückgelegt und die grüne Grenze überschritten hatten, kam uns an einem steilen Stück ein Jeep entgegen.
Der Südtiroler Lulatsch meinte dann, dass man sein Fahrrad nicht auf einem offiziellen Wanderweg schieben darf und droht uns sofort. Nach dem Motto: Unterschätze deinen Gegner nicht, traten wir gefrustet und wütend den Rückweg zum Abzweig auf den Weg 80 zur Sattelbergalm an. Warum wann diesen Abschnitt umfahren sollte, zeigte sich gleich auf den ersten Metern, denn diese waren für uns auf keinen Fall fahrbar. Ausgesetzt, rutschig und extrem steil geht es fast gerade bis zum Sattelberg hinauf.
Am Sattelberg machten wir dann an einer stillgelegten Liftanlage, windgeschützt und umgeben von zahllos viel Scheiße Pause. Die 70hm waren bei Windstärke 7 Gegenwind recht mühsam und ersparte uns den weiteren Gedanken noch ein Stück fahren zu wollen. Auf der anderen Seite eröffnete sich uns der Blick auf die Brennergrenzkammerstraße, welche laut der der Mountainbike die einzige Erholungsphase auf unserer Tour sein sollte. Jedoch sammelten auf dem Anstieg zum Kreuz- bzw. Steinjoch noch zahlreiche Höhenmeter.
Begleitet wurden wir von zahlreichen Militärbunker und Schießscharten, welche sich noch in einem erstaunlich guten Zustand befanden. Es ist schon Wahnsinn, dass man diesen sehr gut einsehbaren Gebirgszug einnehmen wollte. Die Brennergrenzkamstraße ist in einem guten bis schlechten Zustand. Meist geht es auf einer Schotterpiste am Hang entlang. Die Downhills sind dann schon ein wenig gröber und teilweise ausgesetzt. Mehr Federweg kann hier definitiv nicht schaden.
Nachdem wir unsere Flaschen am Steinjoch aufgefüllt hatten und ich einen Schluck aus einer nahm, stellte ich fest, dass das Wasser nach Kuhmist schmeckte. Leider hatte ich es schon runter geschluckt. Somit lag die Wasserversorgung für diesen heißen Tag erst einmal auf Eis. Etwas demotiviert machten wir uns auf den weiteren Anstieg zum Kreuzjoch, bei welchem wir mal wieder auf Mountainbiker trafen. Dort konnten wir dann endlich auch unseren Durst stillen und die Trinkflaschen wieder mit frischen Gebirgswasser füllen.
Wir entschlossen uns dann aus Zeitgründen für die Abfahrt nach Gossensaß und das Auslassen des Sandjöchls. Vom Grenzkamm führt ein einziges Straßenwirrwar hinab. Mit 50km/h stürzen wir auf Asphalt, Schotter und Piste durch zahllose Serpentinen ins Tal hinab. 1000hm weiter unten erreichten wir Gossensaß, wo wir im Schatten des nächsten Anstieges unser Mittagessen in Form von Schokoladen zelebrierten.
Im Nachhinein wäre das Befahren der Hauptstraße aus zeitlichen Gründen sinnvoller gewesen, was wir aber nicht so richtig hervor sehen konnten. Also quälten wir uns gut 150hm nach Tschöfs den Berg rauf, um dann anschließend wieder nach Thuns abzufahren. Das gleiche Schicksal ereilte uns dann noch mit 250hm nach Telfes, welcher wir wiederum bei der Abfahrt nach Mareit vernichteten. Es war 16Uhr und wir waren noch immer nicht am Fuße des Anstieges zur Poschalm.
Trotzdem mussten die leeren Kohlenhydratspeicher gefüllt werden. Das ganze hatte dann den Namen: Bauernbrot mit Cola. Folgend kauften wir noch die nötigsten Dinge im Spar ein und starteten auf 1070m üNN und fast 17Uhr zur Poschalm hinauf. Etwas behäbig erreichten wir nach gut 330hm Ridnaun durch einen kleinen Umweg, der eigentlich als Abkürzung zur Bundesstraße gedacht war. Die Straße von Ridnaun nach Maiern verläuft relativ flach und teilweise auch ein paar Höhenmeter bergab.
Auf dem Parkplatz der Südtiroler Schneebergmuseum in Maiern füllten wir nochmals die Kohlenhydratspeicher mit Geld bzw. Cola und Riegeln. Zusätzlich gab es noch eine Dosis Schmerzgel auf mein liebstes Hinterteil, womit ich sich dann im Anschluss auch etwas entspannter fuhr. Der Beginn bzw. die ersten 100hm des Weges sind wieder sehr knackig und mit 22% nur noch mit einem 34er Ritzel auf einer Alpencrossetappe fahrbar. Hat man dieses Straßenstück überlebt, geht es auf humanerer Piste weiter in Richtung Stadlalm.
Am folgenden Abzweig ist darauf zu achten, dass man sich links hält und nicht der vermeintlich falschen Ausschilderung folgt. Folgt man dieser, so gelangt man direkt zur Stadlalm, wo auch wir hinfuhren. Der nette Wirt zeigte uns aber Gott sei Dank eine Abkürzung, welche wieder auf die originale Straße führte. Ab hier waren es nur noch 450hm bis zur Poschalm, auf welcher wir nun mit Sicherheit übernachten wollten. Nach einer Stunde erreichten wir um 19Uhr endlich unser Ziel und so gab es anstatt eines kalten und dunklen Auf- bzw. Abstieges leckere Irgendwassuppe sowie Gulasch mit Speckknödel. Morgen soll es um 8 Uhr losgehen, damit wir den Tag gut über Runden bekommen und auf der Stettiner Hütte nächtigen können. Guds Nächtle.
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