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Etappe 2: Weerberg - Nösslach
 
 
 
 
 
2750hm An diesem Tag müssen 2 Hauptanstiege bewältigt werden: 1040hm am Geiseljoch und 1070hm am Tuxerjoch.
23% Diese befindet sich bei der Auffahrt zum Tuxer-Joch-Haus. Ist aber aufgrund des Untergrundes wohl kaum fahrbar.
33% Diese Gefälle muss nicht gefahren werden und wird an der Tragepassagen entweder auf Weg 315 vom Geiseljoch oder beim Abstieg vom Tuxer Joch erreicht.
61km Streckenpunkte: Hausstatt | Sunseitenweg | Innerst | Parkplatz | Weidener Hütte | Geiseljoch (315) | 424 | Vogelnest | 315 | Tux-Vorderlanersbach | Tux-Lanersbach | Hintertux | 426 | Bichalm | 426 | Sommerbergalm | Tuxer-Joch-Haus | Tuxer Joch | 324 | Kasern | Schmirn | Rohrach | Schmirnbach | St. Jadock | Stafflach | 102 | Humlerhof
mittel Die Etappe bietet aufgrund der Bergabtragepassagen keine fahrtechnischen Anforderungen. Man muss nur gut bergauf fahren können.
33€ Humlerhof - ausreichendes Frühstück (inklusive), aber relativ teures Abendessen. Die Zimmer waren okay, wenn auch ein bisschen Altbacken. Die Inhaber waren etwas komisch (vermutlich wegen unserer Kleidung).
Fahrzeit: 7:20:00 | Benötige Zeit: 10:11:00
Die zweite Etappe ist beendet, das Abendbrot ebenso. Zeit genug um die heutige Tour Revue passieren zu lassen. Anstrengend war es auf der zweiten Königsetappe von Hausstatt zum Humlerhof in Nösslach am Brenner so wie vermutlich die nächsten Tage auch. Nach einem guten Frühstück und den Instruktionen des Gasthofbesitzers ging es auf einem nicht offiziellen Weg bzw. Abkürzung zur Weidener Hütte, wo wir am Vortag nicht schlafen konnten, weil sich diese zum Zeitpunkt unserer Tour im Umbau befand.
Die teils noch nassen Sachen dampften in den ersten Sonnenminuten an diesem herrlich sonnigen Tag, was man nach dem gestrigen Regenabend nicht erwartet hätte. Eine kilometerweite Sicht begleitete uns den ganzen Tag. Die ersten 200hm vernichteten wir auf dem Sunseitenweg, welcher nicht in der Kompasskarte vermerkt ist, uns aber nach Hinweis des Wirtes direkt nach Innerst führt. Vom Parkplatz in Innerst stechen wir die recht steilen Rampen bis zum offiziellen Weg in Richtung Weidener Hütte hinauf.
Die Piste ist mit durchschnittlich 10-11% noch gut fahrbar, wenn er einem doch durch 18% Rampen auch einigen Biss abverlangt. Die Straße "schlängelt" sich fast linear durch dichten Wald, welcher uns einen schönen Schatten an einem heißen Tag wie heute lieferte, den Berg hinauf.
Leider war die Weidener Hütte heute noch eine Bauruine und so viel eine zünftige Brotzeit aus. Stattdessen setzten wir uns gemütlich zu einem Almwirt auf die Bank und genossen den Blick sowie den ersten kleineren Snack. Unsere Bikes parkten wir währenddessen an einer Tränke, was auch die Kühe der Alm bemerkten ... Nach 15 Minuten ging es auf der sehr steilen Schotterstraße weiter zum Geiselauf berghoch. Der Anstieg ist für Cracks bis zum Gipfel durchgängig fahrbar, jedoch bei 20% und einem 50 cm breiten Weg recht kräftezehrend.
Immer wieder bieten sich Kehren zum Verschnaufen an, die wir bei starker Sonneneinstrahlung und 25°C sowie durchschnittlich 13% Steigung dringend nötig hatten. Das Geiseljoch an sich ist relativ unspektakulär und bietet einen schönen Ausblick auf die Tuxer Alpen. Am Geiseljoch nicht dem Wegweiser nach Vorderlanersbach folgen.
Dieser Pfad ist nicht wirklich fahrbar und so schoben wir 500hm den Hang hinab. Besser am Geiseljoch rechts abfahren und der Schotterpiste bzw. Teerstraße bis Vorderlanersbach folgen. Wer auf einem Pfad die Straße umgehen will, fährt der Ausschilderung nach Vorderlanersbach auf dem Wanderweg 315 nach, teils aber mit kurzen Schiebestücken.
Von Vorderlanersbach folgten wir der mäßig befahrenen Straße bis nach Hintertux, wo der steile Anstieg zum Tuxerjoch beginnt. Wir setzten uns an dieser Stelle Teilziele, weil es doch eine beschwerliche Auffahrt werden sollte. Das erste lautete Bichalm. Auf 1720m üNN gelegen bot sie uns nach gut 200hm die erste Möglichkeit für eine kurze Verschnaufpause und ein netter Gastwirt gestattete uns das Auffüllen der Trinkflaschen.
Der Anstieg ist teils auch wieder unmenschlich steil und der die Hitze bzw. knallende Sonne machten es uns auch nicht wesentlich einfacher. Auf dem weiteren Weg zum zweiten Etappenziel - die Sommerbergalm - trafen wir endlos viele Pseudowanderer. Eine kleine Abkühlung gab es bei einer kleinen Flussdurchfahrt von oben bis unten. Auf der Schotterpiste zum Tuxer Joch nicht der ersten Ausschilderung zu dieser folgen, sondern dem nächst folgenden Abzweig.
Dieser Abzweig ist aber nicht mit Tuxer Joch ausgeschildert, aber es ist der richtige Weg. Darum verfuhren wir uns mal wieder und landeten am Fuße der Liftanlage, wo wir gleich mal eine kleine Pause einlegten. Zurück zum eigentlich Weg, wo es dann auch gleich wieder richtig heftig zur Sache ging. Endlos steile und lange Rampen bis zur Sommerbergalm.
Die letzten 300hm bis zum Tuxer Joch konnten wir fast nur noch schiebend zurück legen, weil der Weg mit 25% und mehr, doch auf dem sehr losen Untergrund etwas steil für ausreichenden Grip am Hinterrad wurde. Nach einem Powerbar machten wir uns an die letzten 120hm, welche man wieder mit genügend Bums wieder durchgängig fahren konnte. Torsten und ich scheiterten dann am letzten 20% Hang aufgrund der erschöpften Beine und dem losen Untergrund.
Auf dem Tuxer Joch befindet sich eine sehr schöne Hütte, wo wir mit Ausblick einen Apfelstrudel bzw. eine Erbsensuppe aßen. Die Suppe war so dünn, wie Luft in 2300m üNN. Nach dem obligatorischen Auffüllen der Trinkflaschen brachen wir in Richtung Kasern zum See, welche die Beschneiungsanlagen speist, auf.
Am Anfang schien die als Tragpassage ausgeschriebene Route noch als fahrbar, was sich aber mit abnehmender Höhe immer weiter ins Negative änderte. Mit durchschnittlich 30% ging es auf groben Gesteinswegen und später auf großen Treppenabschnitten den Hang hinab. Erst nach über 500hm Tragen und Schieben konnten wir wieder den Flow der schnellen Schotterabfahrt spüren, welcher uns endlich mal wieder ein Lächeln auf die Lippen zauberte.
Von Kasern nach Schmirn rasten wir in rasanter Straßenabfahrt, was mit 80km/h in einem nahezu unbeleuchteten Tunnel seinen Höhepunkt fand. Kurz vor dem Ortsausgang steigt die Straße wieder stark an. Grund genug für uns, am heutigen Tag nach Alternativen Ausschau zu halten.
Somit bogen wir also rechts ab, überquerten einen Fluss und folgten diesem auf der schmalen abschüssigen Straße mit 70 Sachen bis nach St. Jodock. Nach der Ortdurchfahrt fuhren wir weiter bis zur T-Kreuzung.
Einmal rechts und gleich wieder links und wir befanden uns auf dem direkten Weg zum Humlerhof. Ab hier mussten wir ca. 30min das letzte Mal für den heutigen Tag schieben. Durch tiefen Schlamm und Dreck ging es noch einmal 30% den Berg hinauf. Beindruckend unterfuhren wir die 100m über uns verlaufende Brennerautobahn.
Die letzten 80hm zum Humlerhof, das Etappenziel heute, waren wieder komplett fahrbar. So die Lust auf schreiben hat auch nachgelassen. Guten Nacht!
[ < Etappe 1: Lenggries - Weerberg ] [ Etappe 3: Nösslach - Poschalm > ]
 
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