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Sa Calobra
 
 
 
 
 
Karte
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Beschreibung
2500hm Direkt über Son Torella, den höchsten offiziell befahrbaren Punkt auf Mallorca
14% Die meisten Anstiege lagen bei 5-7%
134km Hätte mehr werden können, wenn uns nicht plötzlich eintretende Dunkelheit überrascht hätte.
Ausgangspunkt dieser Tour ist wieder Santa Ponca. Die Anfahrt in Richtung in Palmanyola ist identisch mit der Tour nach St. Elm, führt uns aber nicht am Abzweig Richtung Puigpunyent sondern in Richtung Establisment. In Establisment angekommen, hat man bereits den ersten kleineren Pass überwunden sowie 300hm der ungefähren 2500hm weg. Ab Establisment beginnt der weniger schöne Teil der Strecke. Zunächst "kämpfen" wir uns durch die einzelnen Ort, um die vielbefahrenen Straßen ein wenig zu umgehen. Angemerkt sein, dass dies mit dem Rennrad kaum lohnt, weil man ohnehin wesentlich schneller über die größeren Straßen ist und diese auch nicht so lange "ertragen" muss. Noch schnell durch Son Sardina hindurch geschlüpft, begeben wir uns auf den Weg nach Palmanyola auf der gut ausgebauten Straße. Die Straße steigt nur minimal an und es bietet sich schon der erste Blick auf das Tramuntana Gebirge. Würde man dieser Straße folgen, wer man in einer Stunde auf der andere Seite - den Col de Soller erklimmend - in Soller angekommen. Dies war aber nicht das Ziel der heutigen Etappe.
Den Col de Soller also links liegen gelassen, ging es weiter auf viel befahrenen Straßen nach Santa Maria, Consell und Inca. Dieser Abschnitt ist wirklich nicht schön und eignet sich eigentlich nur zum "Kilometerfressen". Die Straße verläuft relativ wellig, bietet aber extrem gute Fahrbahn. Inca war für uns ein kleinwenig irreführend, weil wir mitten durch die Innenstadt gefahren sind. Trotzdem haben wir rechts schnell den Weg nach Selva gefunden. Es müsste sich also auch eine Möglichkeit bieten außen herum den Weg nach Selva zu bestreiten. Ab Selva geht es nun "endlich" ordentlich mit durchschnittlich 5-6% bis Lluc bergan. Die Straße ist in einem relativ schlechten Zustand, und empfiehlt sich daher eher für eine Bergfahrt. Relativ wenig befahren windet sie sich mit Kehren und mal schlängelnd den Berg hinauf. Geschützt durch Wälder, kommt man jedoch trotzdem ins Schwitzen. Ab und an kann man auch in die Schlucht hinabblicken, was aber leider mit deiner Digicam nicht so richtig festzuhalten war.
Oben auf dem über 680m hohen Pass Col de Sa Bataia angekommen, wartet auch schon die berühmte Tankstelle, wo man gemütlich sitzend (wenn es nicht allzu kalt ist), eine Cola schlürfen kann. Anschließend geht es mehr oder weniger bis zum Abzweig nach Lluc bergab. Wer genügend Zeit und Kraft mitbringt, kann hier auch noch den kleinen Umweg zum Kloster Lluc machen. Dies ist recht schön und man kann auch Nahrung in fester Form zu sich nehmen. Für alle anderen geht es in den Gegenanstieg in Richtung Sa Calobra. In einem auf und ab, windet sich die Straße am Fels entlang.
Am Abzweig Sa Calobra angekommen befindet man sich "nur" noch auf ca. 570m Höhe. Nur mussten wir nicht, dass vor der Abfahrt noch ein kleiner Pass auf dem "Programm" stand. Die Straße schlängelt sich noch einmal auf 730m Höhe und durchschnittlich 7% den Berg hinauf, bevor es in die wohl spektakulärste Abfahrt auf Mallorca geht. Auf unzähligen Serpentinen geht es 700m bis zum Meer hinab. Mountainbiker haben hier Spaß und Rennradfahrer schmerzenden Hände, denn die engen Kurven verlangen ein beherztes Zupacken der Bremshebel. Wer jedoch nicht nur hinab schießt, sondern auch mal kurz den Blick insofern er nicht gerade von einem entgegenkommenden Bus fast in den Abgrund befördert mit, schweifen lässt, den erinnert bestimmt das Panorama an Alpenpässe wie bspw. das Stilfser Joch mit seine terrassenförmigen Serpentinen. Richtig lohnenswert ist Sa Calobra eigentlich nur für Radfahrer die einmal die berühmte 270° Kurve sehen wollen bzw. sich in die Abfahrt stürzen wollen. Den unzähligen Auto- und Busfahrern kann man eigentlich nur ein Kopfschütteln entgegenbringen, denn die Straße ist teilweise nur für ein Auto befahrbar und die Aussicht ist nun auch nicht so besonders, als das es lohnenswert wäre.
Zurück zur Strecke. Was man hinunter fährt, muss man anschließend auch wieder hinauffahren. Denn Sa Calobra ist eine Sackgasse. Tatsächlich sind es knapp 700hm, durchschnittlich 7% und 9km Qualen für diejenigen die im März schon auf Touren mit weit über 2000hm gehen. Wer es jedoch entspannt angehen lässt, wird begleitet durch die vielen Rennradfahrer nach gut einer Stunde relativ entspannter Fahrt wieder am Pass angekommen sein. Hinab geht es wieder die 2,5km zum Abzweig zum Son Torella, dem höchsten offiziell befahrbaren Punkt auf Mallorca. Bis dorthin geht es noch einmal mit 5% durchschnittlich die letzten 300hm hinauf. Oben angekommen, kann man auch noch einen Abstecher auf den Puig Major machen, vorausgesetzt, man darf das Sperrgebiet befahren. Anderenfalls geht es durch den Tunnel auf die andere Seite des Gebirges zum Aussichtspunkt auf Soller. Hier angekommen hat man nur noch eines vor sich. Die Abfahrt nach Port de Soller. Man hat es geschafft. 2500hm in den Beinen und einen Abfahrt die auf Mallorca ihres gleichen sucht. In Zahlen: 880hm, 14km oder 16min trennen einen von Soller. Man muss bedenken, dass wir mit dem MTB unterwegs waren. Mit dem Rennrad kommt man bestimmt bequem auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 60km/h. Die Abfahrt ist sehr gleichmäßig und hat nur einen kleinen Gegenanstieg von 5hm. Zudem gibt es keine Gefahrenstellen und die Straße ist gut ausgebaut. Einzig die "Organspender" und ihre Selbstüberschätzung stellen eine gewisse "Gefahr" da.
Leider mussten wir ab Port de Soller aus "lichttechnischen" Gründen unsere Tour beenden. Sie hätte weiter über Deia und Valdemossa nach Santa Ponca zurückgeführt. Somit blieb uns nur der Bus nach Palma und der 30km lange Rückweg nach Santa Ponca .
 
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