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Drei-Talsperren-Marathon '11
 
 
 
 
 
2145hm Zweimal wird der Auersberg bezwungen. Endlos viele kleine Rampen fordern richtig Körner. Hier ist nix mit eben mal lang kullern.
15% Am Auersberg. Tut auf der Scheibe beim ersten Mal aber schon weh ;)
104km Wie jedes Jahr ...
S0 Keine fahrtechnischen Anforderungen. Etwas rutschige High-Speed-Schotterabfahrten, welche man aber ohne Bremsen komplett fahren kann.
25€ Startnummer. Duschen. Transponder. Urkunde. Tombola. Verpflegung.
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Zu aller Überraschung war es mal wieder so weit. Der Herbst wurde mit dem Drei-Talsperren-Marathon eingeläutet. Traditionell treten hier die local-hereos aus Sachsen aufs Gas der 30, 50 und 100km langen Strecke. Landschaftlich reizvoll und entgegen der weitläufigen Meinung kein Kullerrennen, so wie mir das der Arndt M. von Zwillingscraft im Ziel bestätigte. Aufgrund der Deutschen Meisterschaft in St. Ingbert, hoffte ich, dass der ein oder andere Fahrer der Herrenklasse nicht antrat und sich somit meine Chancen auf einen Podiumsplatzierung vergrößern sollte.

Beste Voraussetzung für eine vordere Platzierung bot dabei mein Wochenpensum und Vorbereitung. Zwei Wochen Urlaub und im Anschluss in 8 Tagen 6 Trainingseinheiten (auch mit den etwas intensiveren GOLZschen "IchfahrmirdieLungeausdemHals"-Einheiten in der schönen Freitaler Single-Traillandschaft, garniert mit Spitzenbereichsintervallen am Berg) und 1 Sprint-Intervall-Rennrad-Wettkampf namens Ponickau (40er Schnitt bei 100km und 800hm). Die Vorzeichen standen also auf Erfolg ;)

Pünktlich um 6:15 weckte mich mein 2. Wecker, da ich den ersten bereits entweder überhört oder meine Freundin ihn netter Weise ausgemacht hatte?! Der HUMMITZSCHE-Express Bus fuhr 5 min vor der Zeit in Dresden-Plauen ein. Christian K. alias Bad Bike Juri Kenner düste ebenfalls pünktlich vor meiner Haustüre an. Schnell noch Alex H. alias Testostoron-local-Dude eingepackt und in gut 1h ging es mit Reisegeschwindigkeit 210 (wohl gemerkt in einem Bus) nach Eibenstock. Die 1,5h bis zum Start wurden mit Fachgesprächen, dem Bike-Zusammenbau und der Startnummernanbringung schnell rumgebracht. Während des 10 minütigen Warmfahrens war ich dann doch über eher gemächlich anmutenden und schweren Beine erstaunt. Woher die wohl kommen mochten. Wer weiß. Sicherlich nur Einbildung.

Pünktlich 10 min vor der Startschuss rollte ich in die erste Startreihe und ließ noch Platz für die Sportfreunde, die noch mehr Ambitionen als ich hatten. Erstaunlich gemächlich erfolgte der Start und ich musste mal nicht mit 60 Sachen vom Start weg radeln. Es formierte sich relativ schnell eine 10 köpfige Spitzengruppe um Mütze, Güdo und Konsorten. Als ich bereits jenseits von Puls 180 fuhr, wurde das Tempo leicht angehoben und es formierte sich die 6- köpfige Spitzengruppe und eine 4 Mann starke Verfolgergruppe um meine Person. Wir verschleppten das Tempo zwar nicht, aber fuhren gleichmäßig den ersten Anstieg zum Auersberg hoch. Dabei ließen wiederum zwei Fahrer bei uns abreißen. Diese füllten dann Niko S. (BAD Salzdetfurth) und ich mit Arndt M. (Zwillingscraft) und Sebastian O. (Stein-Bikes) auf. Diese Gruppe bestand dann auch über den Auersberg hinweg, obwohl ich ein Lücke von gut 30s reißen ließ, um mich nicht vollständig in den Kakao zu fahren. Auf dem schottrigen Downhill ließ ich es ordentlich Rollen und konnte im Anschluss wieder an die Gruppe an einem kleinen Zwischenanstieg aufschließen. Zusammen ging es im Formationsflug und gut wechselnder Führungsarbeit zum zweiten Mal den Auersberg hinauf. Hierbei ließen Niko und ich abreißen und schlugen uns fortan alleine durch das jetzt vor uns wartende Feld von 50km Fahrern.

Ziemlich ereignislos fuhren wir um die Talsperren herum, kämpften mit jedem der geschätzten 100 Anstiege auf dem in der zweiten Hälfte extrem welligen Kurs. Der Wechsel der Führungsarbeit klappte perfekt. Absolut fair und ausgeglichen machten wir ordentlich Druck. Unterbrochen nur von Kommentaren irgendwelcher Halbaffen wie: "Mach doch mal nicht so ein Stress" beim mehrmaligen Andeuten, dass ich doch gerne links an ihm vorbeimöchte und nicht mit 5 anstatt 20 km/h den Berg hinauf fahren will. Ein wachsames Auge richtet ich aber immer nach hinten, um nicht von einer größeren Gruppe aufgerollte zu werden. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch Hoffnungen das vor mir nur 2 Herren-Fahrer unterwegs waren, aber sicher war ich mir nicht. Niko überließ mir dann kampflos 2 km vor dem Ziel den 8. Platz. Er war vermutlich dermaßen dehydriert, dass er meinem hohen Tempo auf den flacheren Passagen nicht mehr folgen konnte. Aber keine Angst, bei mir war auch der Offen aus ;) Ich schleppte mich mit Ach und Krach über die letzten kleinen fiesen Anstiege und fuhr mit einer Zeit von 3:46 im Stadion ein.

Fazit: Es hat alles zusammengepasst. Top Wetter. Gute Beine. Gutes Ergebnis. Frohen Mutes geht es in 2 Wochen nach Wehlaberg oder Adelsberg. Je nach Wetter ;) Also Rock on :D
ergebnis
Marcus | 8. von 93 gesamt | 4. von 21 Herren in 03:46:29
 
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