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Day of Bike '11
 
 
 
 
 
1280hm Es gibt zwei längere Anstiege pro Runde und zahlreiche kleine Rampen.
20% Der Einstieg in den langen Anstieg vor dem Ziel zieht einem die letzte Kraft aus den Beinen.
44km Abwechslungsreicher Rundkurs mit 4x11km. Ein ständiges Auf und Ab auf wechselnden Untergründen lässt es nie langweilig werden.
S1 Der erste steile Uphill auf rutschigen Kalkstein erfordert etwas Geschicklichkeit und gleichmäßige Fahrweise. Ansonsten gibt es einen steileren Wurzeltrail, zwei nette Schikanen und eine Spitzkehre mit tiefen Schotter, die einige Opfer fordert.
18€ Fürs faire Startgeld gibt es namhafte Ökobrause, einen gefühlt 400g schweren Schlauch, Duschen, Bikewäsche, Verlosung und ausreichende Streckenversorgung. Leider wird kein Flaschenservice angeboten.
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Nach über einem Monat Rennpause stand heute ausnahmsweise mal ein richtiges Heimrennen auf dem Plan. Es ging ins beschauliche Altmühltal, gerade einmal 15 km von meiner Wahlheimat Ingolstadt entfernt. Erstmals in dieser Saison reiste ich mit meinem Oldschool-Alu-Hardtail an, da die noble Kohlefasersänfte mal wieder mit akuter Materialermüdung darauf wartet, gegen frische Ware aus Fernost getauscht zu werden. Das Hardtail ist auf dieser Strecke aber auch klar dem Fully vorzuziehen. Insbesondere wenn man aus dem Training schon jedes Steinchen auf der Strecke auswendig kennt. Ich reihte mich am Ende des ersten Drittels in der Startaufstellung ein und „freute“ mich schon auf das zu erwartende Gebolze auf der für mich ungewohnten Kurzstrecke von gerade einmal 44 km. Im etwas zu engen Bereich nach dem Start verhakte ich mich dann gleich mit der neben mir gestarteten Dame und wäre beinahe gestürzt. Wie befürchtet ging es mit extrem verschärften Tempo in den ersten Asphaltanstieg und obwohl ich gut 5 km/h schneller als im Training fuhr, konnte ich die Spitzengruppe bereits nach gefühlten 20 Höhenmetern nicht mal mehr am Horizont erahnen. Der Abzweig in einen rutschigen und engen Uphill wird in der ersten Runde glücklicherweise auf der Asphaltstraße umfahren und somit ein unausweichlicher Stau wegen strauchelnder Fahrer vermieden. Insgesamt konnte ich mich in diesem ersten Anstieg doch mehrere Plätze nach vorn schieben, auch wenn einige schnelle Fahrer, die hinter mir gestartet waren, noch an mir vorbeischossen. Im Nachhinein betrachtet war nach diesen ersten Höhenmetern das Rennen eigentlich schon gelaufen und die Positionen mehr oder weniger vergeben. Es ging insgesamt aber noch ziemlich eng auf der Strecke zu, so dass insbesondere in den ersten Abfahrten noch einiges an Action geboten wurde. Dabei kam meiner sonst eher unterlegenen Fahrtechnik entgegen, dass ich die Strecke aus dem Training schon gut kannte.
Am Ende des letzten Anstiegs der ersten Runde hatte ich dann so überzogen, dass mir erst mal schwindelig und etwas schwarz vor Augen wurde. Zum Glück folgten anschließend tendenziell ein paar erholsamere Streckenkilometer, so dass sich mein Körper wieder weitestgehend fangen konnte. Die erste Runde finishte ich dann auch mit guten 27 Minuten Fahrzeit. Die folgenden zwei Runden waren größtenteils arm an Highlights. Einmal rutschte ich aufgrund unrhythmischer Fahrweise und wenig Sorgfalt bei der Wahl meiner Fahrlinie im ersten steilen Uphill auf einem der schmierigen Steine weg und musste anschließend eine kleine Laufeinlage absolvieren. Uphill-Running gehört ja aber bekanntlich zu meinen Paradedisziplinen, so dass sich mein Zeitverlust in Grenzen hielt. Dem hohen Anfangstempo geschuldet waren die beiden Runden nicht mehr sonderlich schnell und ich büßte ein paar Plätze ein. Insbesondere am zweiten langen Uphill fehlte mir in den steileren Passagen mal wieder der letzte Kick um meinen überdimensionierten Körper bergauf zu befördern.
In der letzten Runde kamen dann endlich meine Langstreckenqualitäten zum Tragen und mit wiedererstarktem Tritt konnte ich trotz einsetzender Krämpfe noch fünf Positionen gut machen. Mit zwei 29er-Piloten im Schlepptau ging es den letzten Trail Richtung Ziel hinab. In der letzten Spitzkehre vernahm ich dann ein angenehmes Scheppern hinter meinem Rücken. Ich drehte mich kurz um und sah, dass es sich beide im tiefen Schotter mehr oder weniger bequem gemacht hatten. So war der Drops gelutscht und ich konnte nochmal mit einer passablen 31‘ Rundenzeit recht entspannt ins Ziel rollen. Abschließende Notiz an mich: 29er scheinen weder schneller zu sein, noch über höheren Kurvengrip zu verfügen. Ich will aber trotzdem eins haben ;-) Bei hopfenhaltigen Kaltgetränken konnte man im Zielbereich bei schönstem Sonnenschein noch die restlichen Teilnehmer bei ihrer Zielankunft beobachten und ich wunderte mich auf was für Hightech-Raketen einige Leute hier förmlich um den Kurs schlichen.
Fazit: Recht gelungene Premiere auf der ungewohnten Kurzstrecke mit nie für möglich gehaltenen Durchschnittspulswerten, auch wenn ich die Wunschzeit von 2 Stunden doch recht deutlich verfehlt habe. Es ist jedenfalls nicht auszuschließen, dass ich mich bei kommenden Events mal für eine kürzere Distanz entscheide, als mich immer auf der Langstrecke von den Cracks bügeln zu lassen.

Vielen Dank auch an Pressefotograf Markus für den perfekten Flaschenservice!
Ergebnis
Torsten | 36. von 188 Gesamt | 22. von 96 Herren Expert in 2:04:41
 
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