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12h Weltmeisterschaft '11
 
 
 
 
 
100hm Es gibt insgesamt 3 Anstiege. Ein kurzer zu Beginn der Runde mitten über eine Wiese durchs Fahrerlager, direkt anschließend der längste Anstieg auf Asphalt und nach den Trails noch ein steiler Anstieg auf Schotter.
19% Am steilsten ist der letzte Anstieg nach dem Trail.
6km Die Strecke ist ein recht abwechslungsreicher Rundkurs mit Asphaltabschnitten, Trails mit Wurzeln und Schlammrillen und Wiesenabfahrten mit schnellen Kurven.
S0-S1 Fahrtechnisch nix besonderes dabei. Allerdings war der Untergrund mit nassen Steinen und Wurzeln mit äußerster Vorsicht zu genießen. Auch die schnellen Kurven erfordern fahrerisches Geschick.
90€ Fürs Startgeld gibt es Transponder, Handtuch, Duschen, Bikewäsche und ein Buffet mit Obst, Riegeln und Getränken. Natürliche Kost in Form von Schnittchen wäre toll gewesen.
12h Weltmeisterschaft Weilheim
Video von der Strecke
Rennbericht vom Torsten
Pünktlich 5 Uhr morgens (und damit viel zu früh) war für uns an diesem Tag die Nacht zu Ende und wir brachen mit vollgepacktem Fahrzeug Richtung Weilheim auf. Nachdem Sebastian und ich die letzten beiden Jahre schon Erfahrungen im 4er-Team beim Heavy24 in Chemnitz sammeln konnten, wollten wir diesmal im 2er-Team bei einem 12h-Rennen starten. Die verlockende Möglichkeit bei diesem Event auch noch Weltmeister werden zu können, machte den Start für uns noch attraktiver ;-) In München sammelten wir Sebastians Cousine Martina ein, die im Laufe des Rennens dafür sorgte, dass uns in den Pausen nicht die Motivation verloren ging. Vielen Dank nochmal für die Betreuung!
Pünktlich 1 Stunde vor dem Start erreichten wir Weilheim und begannen mit der Rennvorbereitung in Form von Pavillon aufbauen und Startunterlagen abholen. Leider gab es als Startpräsent nur noch eines der schicken Handtücher zum rumposen am Strand. Alternativ durfte man sich über einen 190g schweren Schwalbe-Schlauch „freuen“. Wer braucht denn bitte so was?
Auf der Aufwärmrunde zeigte sich, dass die Wiesen von den Gewitterschauern der letzten Tage noch etwas feucht waren. Heute sollte sich jedoch das Wetter mit Sonnenschein pur von seiner besten Seite präsentieren (die harte Kante zeigte sich am nächsten Tag in Perfektion!). Gegen Abend wurden zwar Unwetter angekündigt, diese und der damit verbundene vorzeitige Rennabbruch blieben jedoch zum Bedauern einiger erschöpfter Fahrer aus.
Etwas spät und somit recht weit hinten reihte ich mich in die Startaufstellung ein. Pünktlich 8 Uhr erfolgte der Start und im langen Asphaltanstieg konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch auf dem großen Kettenblatt viele Fahrer überholen. In den folgenden schmalen Trails bildeten sich dann mangels ausreichender Überholmöglichkeiten lange Staus. Der Untergrund und die vielen Wurzeln waren noch recht feucht, so dass auch einige Teilnehmer Nahkontakt mit dem aufgeweichten Boden aufnahmen. Im Laufe des Rennens wurde die Strecke dann zunehmend trockener und einfacher zu fahren. Jedoch kamen ständig neue Wurzeln zum Vorschein, die ab und zu noch für kleinere Überraschungen sorgten. Ich musste an einer Engstelle von der Ideallinie in den Schlamm ausweichen. Ein netter Biker half mir mit einem beherzten Schubs mich wieder zu befreien, stürzte dabei aber leider selber in den Matsch. Nach 2 eher defensiv absolvierten Runden übergab ich das Staffelband an Sebastian. Diesen Rhythmus behielten wir über die gesamten 12 Stunden bei. Als Pause standen immer nur magere 30 Minuten zu Verfügung, die mit Bikepflege und Auffüllen der Kohlenhydratspeicher reichlich knapp bemessen sind. An echte Regeneration ist in so kurzer Zeit jedenfalls nicht zu denken.
In meiner vierten Runde hatte ich wieder reichlich Pech mit dem Verkehr im Trail. Kurz vor dem steilen Schotteranstieg entschied ich mich etwas angepisst 4 langsamere Fahrer auf einer reichlich unkonventionellen Linie zu überholen. Das Ganze endete damit, dass ich mich aufgrund meiner nicht vorhandenen Fahrkünste nur mit einem beherzten Sprung vom Bike vor einem Sturz retten konnte. Ergebnis des Manövers: Statt 4 Plätze zu gewinnen haben mich wieder einige langsame Fahrer eingeholt, an denen ich mich vorher mühevoll vorbei gequetscht hatte.
Die Positionen waren schon nach wenigen Stunden weitgehend gemacht und da leider auch keine Zeit blieb sich einen Überblick über potentielle Gegner zu verschaffen, spulten wir die Runden bis zum Rennende routiniert und ohne größere Zwischenfälle ab. Mit fortschreitender Wettkampfdauer merkte man allerdings deutlich wie einem an den Anstiegen nach und nach der Zahn gezogen wurde (der Tacho lügt nicht) und die Fahrer der 4er und 6er-Teams teilweise förmlich an einem vorbei flogen. Am Anfang hatte ich wohl etwas zu dicke Gänge getreten und zwischenzeitlich in der Mittagshitze einfach zu wenig getrunken. Jedenfalls drohte mir mein Körper auf den letzten Runden immer mal wieder mit Krämpfen. Aufgrund der abgetrockneten Strecke und der zum Ende hin wieder stärker werdenden Motivation blieben die Rundenzeiten aber doch recht konstant.
Gegen 19:15 Uhr hatte ich meine 20. und damit letzte Runde beendet. Ganz entspannt putzte ich mein Bike und wartete auf den Zieleinlauf von Sebastian. Zum Weltmeistertitel hatte es dann doch nicht ganz gereicht ;-)
Anschließend noch schnell das obligatorische Finischer-Foto geknipst und dann ab unter die Dusche. Die sanitären Einrichtungen befanden sich in einer etwas abgelegenen Schule und der ausgedehnte Fußmarsch dorthin sorgte dafür, dass sich die ganze Veranstaltung am Ende noch wie ein Duathlon anfühlte.

Insgesamt sprang ein guter 12. Gesamtplatz in der Herrenwertung für uns heraus. Mit einem besseren Überblick über das Renngeschehen hätte man vielleicht noch die Kräfte mobilisieren können, um den magischen 10. Platz zu erreichen. Da das Ganze aber eher als Vorbereitungsrennen für die kommenden Wochen gedacht war und hauptsächlich dazu dienen sollte dem doch auf Dauer manchmal langweiligen Trainingstrott zu entfliehen, bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Ergebnis
Torsten und Sebastian D. | 12. von 35 in der Herrenklasse mit 40 Runden und 11:52:23
 
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