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EBM Seiffen '11
 
 
 
 
 
Das mit Abstand dreckigste Rennen ever. Die letzten 30km bestanden zu 98% aus Schlamm. Der Fahrrad musste leiden wie auf 10 Alpencross'. Leider verpasste Torsten die ersehnte Ahead-Kappe. Meine wollte er auch nicht haben. Er muss wieder kommen, ich kann - wenn sich etwas an der Organisation und der Strecke ändert. Wir bleiben am Ball.
Daten
2742hm Die Höhenmeter verteilen sich zu je gut 800hm auf die 3 Runden. Ein bisschen war entfällt auf die Einführungsrunde. Insgesamt gibt es keine Anstieg, welche durchgängig länger als 100hm sind. Es ist ein permanentes auf und ab.
18% Der Alp de Wettin bietet doe größte Steigung. Auf der Pfaden gibt es kurzes Abschnitte, welche deutlich über 10% sind und ein wenig Fahrtechnik abverlangen.
35% Auf dem Wurzeltrail hinab zur "Kreuzung" der beiden Rundenhälften.
99km Ca. 9km Einführungsrunde und 3 Runden á 30km. Die Strecke ist eher monoton und bietet keine Highlights. Es ist ein ständiges auf und ab in mitten von Wald, Matsch und Wurzeln.
S1-S2 Es gibt, wenn man so will 2 - 3 schwierigere Downhills. Ein kurzes steiler Downhill, gefolgt von einem schmaleren wurzeligen Pfad. Danach dann das wohl anspruchsvollste Stücke mit einer steilen Abfahrt über Wurzelabsätze.
Bericht vom Marcus
Die Saison neigt sich so langsam ihrem Ende, die Tage werden kürzer und vielleicht gibt es ja dieses Jahr wenigstens nochmal kurz im August richtig Sommer. Der Erzgebirgs-Bike-Marathon stellte dieses Jahr das Ende der Marathonman-Europe-Serie da, welche im April mit dem Riva-Bike-Marathon ihren Anfang fand. Grund genug, um uns noch einmal richtig die Kante zu geben. Nein nicht die Kante von allzu viel Sonne ;)
Start 9 Uhr am Sonntag, das bedeutet um 6 Uhr aufstehen, versuchen etwas zu essen und dann ab nach Seiffen tuckern. Dank perfekter Ortskenntnis brauchten wir von Dresden-Plauen gerademal 55min nach Seiffen. Aufgrund der guten Wetterlage (es regnete mal zur Abwechslung nicht) war die Stimmung gar nicht mal so negativ. Es waren warme 17Grad und die Regenwolken waren noch nicht in Sicht. Nach dem obligatorischen Einkullern durfte ich mich in die erste Reihe des 1. Startblockes neben Stephan und Torsten einreihen.
Der Start verlief dann wie zu erwartend sehr gemächlich den Alp de Wettin hinab, wobei hier einige wieder schon 100 Plätze gut machen wollten, anstatt einfach 3min in der Reihe wie alle Anderen auch im neutralisierten Feld ins Tal zu rollen. Unten angekommen hieß es dann nur noch Kette rechts und vollen Zug auf darauf. Die Einführungsrunde war dann auch ziemlich schnell wieder vorbei - auch ohne Zwischenfälle.
Aufgrund einer noch anhaltenden Allergie gegen Baumharz (ja sowas gibt es) und damit verbundenen leichten Fieber, quälte ich mich mit einem Fasthungerast die ersten 50min, bis ich dann doch so klug war, ein Gel einzuwerfen. Nach über einer Stunde sprang der Motor mal wieder an und ich konnte endlich mal die Performance abrufen, welche ich sonst leisten kann. Leider verlief die erste Runde auch fahrtechnisch nicht ganz nach Plan. Auf den ersten Kilometer holte ich mir die erste kleinere Schlammpackung in einer der vielen Sumpfgebiete aufgrund der falschen Linienwahl. Die Abfahrten waren noch trocken und stellten mich somit auch nicht wirklich vor Probleme. Psychologisch aber nicht unbedingt förderlich, wenn sich vor einem ein Fahrer hinlegt, sich aber dann nicht mehr bewegt. An dieser Stelle gute Besserung. Alice stand dann auch am ersten Kreuzungspunkt und überreichte mir die notwendige kohlenhydratangereicherte Flüssigkeit. Es folgte die zweite Hälfte der Runde auf welcher ich auch im Laufe des Rennens deutlich Plätze gut machen sollte. Immer wieder traf ich dabei auf alte Bekannte, oder man lieferte sich beispielsweise mit Lotze das ein oder andere kleine Bergsprintduell ;)
Die zweite Runde verging dann doch ziemlich ereignislos, ich wunderte mich aber über Fahrer die eigentlich hinter mir waren, wieder vor mir zu sehen. Naja anscheinend nehmen es einige Fahrer nicht ganz so genau mit der Fairness (ich mein nicht nur die Dopinggerüchte ;) Den ab der Rennhälfte einsetzende Regen vermochte die Strecke in der zweiten Runde noch zu verkraften, aber es wurde doch schon etwas rutschiger. Leider fehlte mir dann auch zum Beginn der dritten Runde am Wiesenanstieg nach Start/Ziel die nötige Traktion am Hinterrad und ich musste erstmalig freiwillig vom Rad :( Die Strecke glich mittlerweile einer einzigen Schlammpfütze. Die ersten kleineren Abfahrten waren mittlerweile mehr Fluss als Pfad und die Uphills dank Matsch, Steilheit und Erschöpfung zunehmend schwerer zu fahren. Schön waren dann die einzelnen Anfeuerungsrufe der Zuschauer am Wurzelteppisch hinab. Gott sei Dank hatte ich hier immer freie Fahrt. Da erging es anderen doch deutlich schlechter. Wieder klappte der Flaschenwechsel perfekt und es ging auf die letzten Kilometer. Mittlerweile konnte man die Brille nicht mehr nutzen und somit sammelte ich fast mehr Dreck in meinen Augen als auf meinen Klamotten. Auf den schnelleren Passagen waren an ein Kurvensurfen nicht mehr wirklich zu denken. Die Konzentration galt einzig das Bike irgendwie auf Kurs zu halten. Es folgte ein letztes Mal der kaugummiartige Wiesenanstieg, die Buckelpiste, welche jedem Hardtailpiloten das letztes Bisschen Kraft kostete und der 4. Uphill zum Alp de Wettin. Zu dieser Zeit und auch dem Wetter geschuldet gab es nur noch vereinzelte Anfeuerungsrufe, aber die reichten um noch die 34-28 den Berg hochzupressen, auch wenn ich ziemlich im Eimer war.
Kurze Zwischenabfahrt. Das Bike vorsichtig über die letzten Wiesenabschnitte "getragen" und mit Scheibe den letzten Berg hoch. Ziel. Total im Sack, aber nicht so zufrieden mit der Leistung aufgrund der doch großen Zeitverluste auf den Trails.
Fazit: Mmmh. Ein doch sehr anstrengendes Rennen - konditionell sowie fahrtechnisch. Leider fehlen hier absolut die Berge und ob 90% Pfad so das richtige sind, bezweifle ich. Die Strecke ist einfach zu wetteranfällig. Es macht für den Hobbyfahrer keinen wirklichen Sinn Bremsbeläge, Innenlager, Steuersatz etc. zu schrotten. Okay. Was nicht in Ordnung ist: Keine Transponder (jeder kann hier bescheißen wie er will), keine warme Duschen nach so einer Schlammschlacht und vor allem sind 3 Kärcher wohl etwa zu wenig. Das die Nudeln nicht schmecken ist ja meistens leider Standard. Ach ja: ein paar Toiletten wären vielleicht das nächste Mal auch nicht schlecht. Liebe Veranstalter ist müsst echt was tun. Andere Veranstaltungen sind euch wirklich deutlich voraus!!!
Ergebnisse
Marcus | 20. von 64 Herrenwertung | 55. von 246 Gesamtwertung | 5:02:44
Torsten | 33. von 64 Herrenwertung | 109. von 246 Gesamtwertung | 5:25:08
 
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