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Zillertal Bike Challenge '11
 
 
 
 
 
Luftig und knackig. Das ist die Zillertal Bike Challenge. Auch im 3. Jahr fast unverändert geht es über drei lange Hochgebirgsetappen rund um das Zillertal. Gut 200km und über 9000hm warten auf die ambitionierten Kings/Queens dieses Etappenrennens. Das Besondere: Die Kategorie Prince/Princess darf die Bergbahnen zu Hilfe nehmen und die meisten Anstiege mit dieser bewältigen.
Videozusammenschnitt 1. etappe
Impressionen Tag 0
Daten 1. Etappe
3105hm Die Höhenmeter verteilen sich auf 4 Anstiege: Hochfügen, Schlagalm, Mautstelle und Kreuzjochhütte. Mit 1900hm bildet der letzte Anstieg den größten Part. Alle Anstieg sind gut zu fahren.
15% Zweistellige Werte werden eigentlich permanent bei allen Anstiegen erreicht. Die höchste Durchschnittssteigung besitzt aber wiederum der letzte Anstieg.
15% Auch hier wieder keine besonders steilen Abfahrten.
73km Nicht lang, aber ordentlich Höhenmeter. Diese Etappe bietet den höchsten Aspahltanteil. Landschaftlich noch kein Burner, aber nett anzusehen.
S0 Keine Schwierigkeiten auf den Abfahrten vorhanden.
Video von Marcus
Ergebnisliste
Videobericht 1. Etappe
Rennbericht vom Marcus 1. Etappe
Tag 1. Der Wetterbericht prognostizierte nichts Gutes für den heutigen Tag. Drum wurde kurzer Hand die Devise ausgegeben, unter 4h zu fahren, damit ich nicht nass werde. Aus Erfahrung vom letzten Jahr wusste ich, dass dies ein recht ambitioniertes Ziel war. Ich bin ja nun wahrlich kein Bergfloh, trotzdem klappte es heute mit den 2 größeren Anstiegen von zusammen gut 3000hm nach meiner Ansicht sehr gut. Da Torsten heute morgen etwas hippelig und aufgeregt war, rollten wir schon 30 min vor dem Start hinunter nach Fügen. Traditionell starten wir lieber ganz hinten und ärgern uns, dass wir immer zu spät in der Startaufstellung sind ;) Pünktlich 9:00 erklingt der Startschuss. Gut 150 Fahrer liegen zwischen mir und der Spitze. Da ich das ambitionierte Ziel Top30 anpeile, musste ich erst einmal durch das Feld pflügen. In den ganzen letzten Jahren habe ich noch nie so einen langsamen Start gesehen. Das Feld zerflog bereits nach 100m und die Leistungsunterschiede zwischen den Prinzen und Königen war enorm.
Der erste Anstieg nach Hochfügen lies nicht lange auf sich warten. Die ersten 100-200hm gingen noch auf dem größeren Blatt zu meistern, bis auch ich es einsah lieber das mittlere Blatt zu nutzen. Ja es gibt noch Fahrer die 3 Kettenblätter an den Kurbel haben und ich denke, dass dies für den letzten Tag auch durchaus sinnvoll ist :) Bis nach Hochfügen überholte ich Fahrer um Fahrer bis ich schließlich eine 5 Gruppe anführen konnte. Auf den letzten gut 100hm zerfiel dann die Gruppe auf der Straße und ich konnte auf weitere Fahrer aufschließen. Das Schild 19% kurz vor dem Straßenabzweig verstand ich allerdings nicht, denn heute wurden gerade mal gut 14-15% geboten. Etwas verwirrt schauten mich die Streckenposten an, dass ich gleich am ersten Abzweig zwischen Kings und Prince gerade aus in die Verpflegungsstelle rollte. Trotz, dass ich hier einige Plätze verlor, erwies sich die Taktik als hervorragend, da es bis Kaltenbach keine Labe mehr gibt und es mit der zweiten Flasche dann schon ziemlich knapp ausgehen kann.
Die erste Abfahrt ist gemütlich. Es geht hinunter auf einem breiten Forstweg mit wenig Gefälle und gut präparierten Untergrund. Nach gut 3min ist der Spaß dann auch schon wieder zu Ende und es folgt ein kleiner Zwischenanstieg zur Schlagalm. Ab hier sind eigentlich schon fast alle Positionen gemacht. Die Abfahrt zum Krapfenboden ist dann schon ein anderes Kaliber. Schnell und rutschig charakterisiert diesen Streckenabschnitt wohl am ehesten .Wahnwitzige 70 Stundenkilometer und mehr blinkten des Öfteren auf dem Tacho. Ständig begleitet von der Gefahr entgegenkommender PKW, Wanderer oder Biker. Der King vor mir lies es ordentlich krachen und ich wollte nicht abreisen lassen. Also Vollgas. Hirn aus und beten.
Im folgenden Gegenanstieg zur Mautstation bildete sich wieder eine gut 7-köpfige Gruppe, welche fast bis zum Gipfel zusammen blieb. Fast. Auf ungefähr der Hälfte konnte ich dank überragender Beine die Pace leicht erhöhen und die Gruppe minimieren. An der Mautstation angekommen war ich alleine und konnte mich voll auf die Abfahrt ohne einen Vorausfahrenden konzentrieren. Hinunter nach Kaltenbach wurde nun auch bestimmt den letzten Fahrer klar, dass man hier nicht einfach laufen lassen konnte. Drei entgegenkommende PKWs ließen die Alarmglocken läuten und sich auf die Wesentlichen Dinge des Lebens besinnen. Ach quatsch. Scheiß drauf. Wieder blinkten weit über 80km/h auf dem Tacho. Diesmal aber auf Teer. Die teilweise noch feuchten Holzbrücken sollten ihr übriges zu dieser auch ohne S2-Anforderung gefährlichen Abfahrt beisteuern. Aufgrund der perfekt funktionierend R1 Bremse und der überragenden Haftreibungskennwerte der Black-Chili-Compound-Mischung konnte ich noch einige Fahrer stellen. Laut Videoanalyse fuhr der King vor meinem Überholmanöver schon völlig am Limit mit rutschendem Hinterrad :(
Es folgte eine kurze Ortsdurchfahrt durch Kaltenbach, gefolgt von Muttis ohne Verkehrswahrnehmung und der Labe-Station, welche ich aufgrund noch einer vollen Flasche getrost auslassen konnte. Zum Ziel lagen jetzt nur noch gut 1900hm vor mir. Das erste Zwischenziel sollte die Getränkestation Tannenalm sein. Im krassen Gegensatz zum letzten Jahr war ich fast vollkommen alleine auf der Strecke. Gut ab und an überholte ich ein paar Prinzen und Kings, aber im Grunde genommen, war das Starterfeld dieses Jahr schon sehr dünn. Auf dem Teilstück hinauf zur Kreuzjochhütte entsprang eine heißer Kampf um die Plätze zwischen mir und Stefan Röder. Naja wir waren beiden vermutlich beide am Limit unterwegs. Als ich den schon beachtlichen Rückstand zu gefahren hatte und ich an die Spitze ging ereilten mich dem sehr hohem Tempo geschuldet so langsam Krämpfe in der Kniekehle. Das bedeutete für mich, runter vom mittleren Blatt > kleines Blatt. Stefan fuhr auf und davon. Keine zwei Kehren weiter musst er anhalten. Ich fragte noch ob es geht bei ihm. Er nickte nur. Die letzten Meter zur Kreuzjochhütte konnte ich dank Gel und ausreichender Flüssigkeitszufuhr wieder auf dem großen Blatt drücken und mich in die Abfahrt stürzen. Den Sinn der Verpflegungsstation auf dem Gipfel habe ich bis heute nicht verstanden ...
Im oberen Teil sehr schwammig zu fahren, dann wieder sehr holprig und dann in eine gebückte Straßenabfahrt übergehend. So die kurze Beschreibung für die gut 1400hm Downhill. Zwischendrin ein kleiner Stopp, um die am Kabelbinder baumelnde Kamera in die Trikottasche zu verbannen. Trockener Asphalt. Bis zu 15% Gefälle. Die imaginäre Tachonadel kratz an der 90km/h Marke. Kurze links rechts Kombination. Zell am Ziller. Noch gut 1km durch die Stadt bügeln. Keiner vor mir. Keiner hinter mir. Zielsprint. Die Uhr bleibt bei 3:59 stehen. Geschafft. Ziel erreicht. Glücklich. Über 45min auf den Sieger. Das muss nächstes Jahr besser werden. 27min schneller als letztes Jahr. Ein erstes Ausrufezeichen. Ich hoffe, dass ich das morgen nicht büßen muss :)
Ergebnisse 1. etappe
Marcus | 30. von 139 in der GW mit einer Fahrzeit von 3:59:44
Torsten | 63. von 139 in der GW mit einer Fahrzeit von 4:24:24
 
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