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Madeast Challenge 500 '11
 
 
 
 
 
Daten 1. Etappe
220hm Gesamtanstieg zur Scharspitze.
18% Maximale Steigung auf dem 1/3 der Strecke.
20% Maximales Gefälle Abfahrt Bobbahn.
8km Streckenlänge.
S1
GPX-Track
Ergebnisliste
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Rennbericht torsten 1. Etappe
Schon seit meiner völlig verpatzten Marathon-Premiere auf der Samstagsetappe der Mad East 2007 war es das erklärte Ziel, endlich in den Kreis der „harten Hunde“ aufzusteigen und einmal alle drei Etappen der Challenge in Angriff zu nehmen. In diesem Jahr sollte der Trainingsstand dafür mehr als passen und daher ging es Freitagnachmittag noch aufgepusht vom sensationellen Abschneiden beim Heavy24 am letzten Wochenende zum Startpunkt des Prologs nach Geising. Wir starteten 30 Minuten nach den Masters 1 aus dem 2. Block. Die Färbung des Himmels verhieß nichts Gutes und ziemlich exakt zum Start wurden wir von einem heftigen Regenschauer überrascht. Dies sollte die von den Wettereskapaden der letzten Tage aufgeweichte Strecke noch schwieriger und langsamer machen. Na bald darf ich ja auch bei den alten Herren starten und dann wird für mich am Start immer die Sonne scheinen ;)
Leider standen wir in der Startaufstellung sehr weit hinten und im ersten steilen Anstieg waren aufgrund der geringen Wegbreite und der rutschigen Steine Überholmanöver nur mit viel Glück möglich. Das führte dann auch dazu, dass ich Marcus am Ende des Uphills noch nicht aus den Augen verloren hatte. Nun folgte eine schmale Brücke, die im rechten Winkel angefahren werden muss. Dank der ausführlichen Suche nach der Ideallinie beim Einfahren konnte ich das Hindernis fahrend und ohne Bad im Bach meistern. Danach zwangen mich leider vor mir schiebende Fahrer vom Bike. Die letzten Höhenmeter ging es mit hohem Tempo im Formationsflug über einen flacher ansteigenden Schotterweg. Kurz vor Beginn des Trails schob ich mich an der Gruppe vorbei und hatte auf der zunächst noch ebenen Wiese freie Sicht. Dann ging es auch schon in den langen Schlußdownhill durch die alte Naturbobbahn Richtung Geising. Die riesigen Schlammlöcher und tückischen Querrillen konnte ich trotz der Skepsis beim Einfahren dank der Ausschüttung von ausreichend Adrenalin unter Rennbedingungen problemlos meistern und meine Position halten. Am Ende haben wir im Prolog mit Rücksicht auf die kommenden Saisonhöhepunkte nichts riskiert und somit auch nichts gerissen. Mit der Aussicht auf zwei lange Marathonetappen sollte der Zeitverlust aber zu verkraften sein.
Ergebnisse 1. Etappe
Marcus | 23. von 41 in der AK | 67. von 152 in der GW mit 21:54,4
Torsten | 28. von 41 in der AK | 97. von 152 in der GW mit 23:21,1
Daten 2. eTAPPE
2818hm Wie eigentlich fast jedes Jahr stimmten die Höhenangabe der Madeast-Veranstalter natürlich nicht. Gebückte 2800hm auf feinsten Singletrails und schlammigen Wiesenanstiegen erfordern Können und Kondition zugleich. Wir zählen die Höhenmeter das nächste Mal einfach doppelt.
20% Diese Steigungswerte werden des Öfteren erreicht. Mehr Prozente wurden es durch den Wegfall des Flößergrabens aber Gott sei Dank auch nicht.
28% Mehrere kurze Abfahrten vom Schwartenberg.
105km Für einen Marathon mit diesem Geländeanteil schon eine beachtliche Distanz.
S1 Hoher Anteil an Singletrails. Steilabfahren vom Schwartenberg. Sehr schlüpfriger Untergrund. Steinige und wurzelige Abfahrten.
GPX-Track
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Rennbericht torsten 2. etappe
Die heutige Etappe sollte von der Ausschreibung her ähnlich verlaufen wie letztes Jahr und so konnte ich gut abschätzen, was auf mich zukommen würde. Ich erinnerte mich mit Grauen an eine Fahrzeit von über 7 Stunden und Dauerkrämpfe ab Kilometer 40. Der Start wurde kurzfristig um 20 Minuten nach hinten verschoben. Somit konnte garantiert werden, dass das gesamte Teilnehmerfeld ohne Behinderung durch die Bimmelbahn sicher über die Bahngleise kommt. Statt dem geplanten neutralisierten Start gab es dann nur eine zu kurze Einführungsrunde durch Geising, die in einem Riesenstau an der ersten Wiesenabfahrt gipfelte. Ich verließ die eigentliche Fahrspur und konnte ein paar Plätze gut machen. Nach der erneuten Fahrt durch Geising gab es eine nette Überraschung am folgenden Anstieg. Ein Kleintransporter hatte sich quergestellt und zwang uns zu einer kleinen Crosslauf-Einlage. Der unglücklich dreinblickende Busfahrer hätte sich wohl am liebsten in einem Erdloch verkrochen. Nach ständigem Auf und Ab inklusive recht anspruchsvoller Trails folgte der steile Straßenanstieg nach Holzhau. Zu dieser Phase des Rennens lief mein Motor etwas auf Sparflamme und ich büßte einige Plätze ein. Ab Neuhausen ging es dann zum Glück wieder besser und der diesmal einfacher gewählte Anstieg zum Schwartenberg konnte in Angriff genommen werden. Im extrem rutschigen und steilen Downhill gab es direkt vor mir einen schmerzhaft aussehenden Sturz, so dass ich mich entschied lieber zu schieben. Aber auch zu Fuß schaffte ich es nur unter Einsatz der Popo-Bremse die Abfahrt zu meistern. Nach eher gemütlichen Kilometern um die Talsperre Rauschenbach ging es durch den bekannten Fidschimarkt (darf man das in unserem Gutmenschen-Staat so formulieren?) auf die tschechische Seite. Die Auswahl an Gartenzwergen war auch schon mal besser, musste ich enttäuscht feststellen ;).
Große Erleichterung als wir auf der steilen Straße am Abzweig zum berüchtigten Flössergraben vorbei fuhren. Dieser wäre bei den Bodenverhältnissen noch unangenehmer als die Jahre zuvor gewesen. Derart motiviert trat ich ordentlich an und ließ meine beiden Begleiter/innen recht locker stehen. In den eher flach ansteigenden Loipen zwischen Holzhau und Rehefeld konnte ich dann meine Stärken gut ausspielen und einige bekannte Gesichter aus der ersten Rennhälfte hinter mir lassen. Ab Rehefeld ging es wie gewohnt durch zähen Schlamm Richtung Kahleberg. Für anhaltende Spannung sorgte dabei ein enges Duell mit einem anderen Fahrer, den ich erst in Altenberg abschütteln konnte. Über Zinnwald radelten wir zum Schlußdownhill, der wie gestern durch die Naturbobbahn Geising führte. In der vorletzten großen Schlammgrube dann mein persönliches Tageshighlight. Der eigentliche Plan mit Volldampf rein in den Modder und das Ganze dann mit den Beinen ausbalancieren, scheiterte an einem klemmenden Klickpedal und endete mit einer einmaligen Schlammpackung für die man im Wellnessurlaub sicher viel Geld zahlen muss. Eine lockere Schuhplatte sollte sich später als Täter überführen lassen. Der Aufforderung der Streckenposten an der nächsten Schlammgrube es einfach laufen zu lassen, wollte ich dann auch nicht mehr nachkommen und ließ es eher gemütlich angehen. Kurz vorm Ziel feuerten mich noch meine Eltern an und dann hieß es nur noch Schlammbeseitigung und sofortige Einleitung regenerativer Maßnahmen. Schließlich sollten sich bei der Bewältigung der morgigen Strapazen die Beine nicht allzu schwer anfüllen. Fazit: Gutes Rennen, deutlich bessere Pace als letztes Jahr (bei allerdings teilweise geänderter Streckenführung) und erstmals konnte eine Mad East Etappe ohne Krämpfe in allen erdenklichen Teilen der Beine absolviert werden.
ergebnisse 2. etappe
Marcus | 17. von 56 in der AK | 39. von 188 in der GW mit 5:13:55,5
Torsten | 25. von 56 in der AK | 84. von 188 in der GW mit 5:39:29,3
daten 3. etappe
1996hm Bei dieser Etappe stimmt die Angabe der Höhenmeter sogar mal. Ein eher welliger Kurs mit keinen größeren Anstiegen. Die letzten 400hm auf tschechischer Seite ziehen sich aber dennoch ordentlich.
22% Keine Ahnung mehr, wo das gewesen sein könnte. Aber ich glaube auf tschechischer Seite wurde des Öfteren die 20% Marke geknackt.
29% So ziemlich nach dem Start nach dem ersten Anstieg auf reinstem Schlamm.
76km Kurz aber knackig. Wiederholt hoher Geländeanteil, wenn auch wenig Singletrails.
S0-S1 Keine nennenswerte Schwierigkeiten auf der Strecke. Lediglich der aufgeweichte Boden macht die Strecke anspruchsvoll.
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Gesamtwertung
rennbericht torsten 3. etappe
Bei der heutigen Anfahrt nach Altenberg sorgten der seit der Nacht anhaltende Dauerregen und eisige Temperaturen für etwas Ernüchterung. An einen Startverzicht war trotzdem nicht zu denken. Schließlich galt es nun das Rennwochenende erfolgreich abzuschließen und einen weiteren Haken in der „ Was-muss-ich-als-Biker-alles-unternommen-haben-Liste“ zu setzen.
Der Start erfolgte diesmal pünktlich am Bahnhof in Altenberg. Auf dem Platz direkt nach dem Start befand sich in der Mitte genau ein kleiner Poller. Dieser musste natürlich ausgerechnet in meiner gewählten Fahrlinie liegen und nur mit Glück konnte ich einen Sturz vermeiden. Die ersten Kilometer verliefen auf relativ flachen Anstiegen, was dafür sorgte, dass ich mich ein ganzes Stück weiter vorn im Feld einreihen konnte als bei der gestrigen Etappe. Der anschließende Mix aus schnellen Abfahrten und technischen Trails gelang ohne Probleme und ich wunderte mich über meine erstaunlich guten Beine. Damit hatte ich in Ermangelung an Erfahrung mit Etappenrennen nicht gerechnet.
Über den Kahleberg fuhr ich in einer fünf Kopf starken Gruppe und ging als erster in die Abfahrt Richtung Geising. Diese entsprach dem Anstieg vom Prolog und die Steine waren bei dem Wetter nicht weniger rutschig als am Freitag. Mit der Gruppe im Nacken ließ ich es optimistisch fliegen und stand öfters gefährlich quer. Nach Geising begann mein Dilemma. Der völlig verschlammte Antrieb verklemmte sich zum ersten Mal auf dem nun dringend benötigten kleinen Blatt. Ich musste vorerst die Gruppe ziehen lassen, konnte aber bis zum Mückentürmchen wieder aufschließen. Was dann auf tschechischer Seite folgt, macht dem Spitznamen der Etappe „Grüne Hölle“ alle Ehre. Ein ständiger Wechsel aus schlammigen, teilweise sehr steilen Anstiegen und rutschigen Abfahrten. Jetzt sollte mir die matschgeschädigte Antriebstechnik richtig übel mitspielen. Auf dem kleinen Blatt schaffte ich immer zwei Kurbelumdrehungen bis sich alles verklemmte. Resultat: Ich musste nahezu alle Anstiege rennend bewältigen. Laut vor mich herfluchend zogen viele Fahrer an mir vorbei und ich gab meinem sonst heißgeliebten Bike unzählige nicht jugendfreie Spitznamen. Das Ende des für mich besonders schlimmen Streckenabschnittes bildete ein recht langer Schlammdownhill, in dem ich mehrmals unkontrolliert aus der Bahn schlitterte. Durch akrobatische Einlagen schaffte ich es aber sturzfrei durchzukommen. Ab jetzt sollte es für mich wieder bergauf gehen. Es folgte ein langer Schotteranstieg Richtung Zinnwald. Da ich vor lauter Schimpfen die Nahrungsaufnahme vernachlässigt hatte, stoppte ich noch einmal kurz für ein Gel. Oben angekommen war die Motivation schlagartig wieder da und artig ertrug ich den folgenden ca. 5 km langen Rumpelweg mit Steinen und Pfützen. Das einzige Stück wo es sich lohnt ein Fully mit sich herumzuschleppen.
Von Zinnwald aus ging es mit Highspeed durch die bekannten Loipen Richtung Altenberg. Ich war wie am Vortag noch in einen schönen Zweikampf verwickelt. Auf der letzten Gerade konnte ich dann unter Aufbietung der letzten Kräfte genügend Vorsprung für die Schlussabfahrt ins Ziel herausfahren. Verdutzt stand ich auf dem Parkplatz in Altenberg. Für Mad East-Verhältnisse hätte ich fest damit gerechnet, wenigstens noch einmal den Skihang hochfahren zu dürfen, mit anschließenden Trail durch das benachbarte Unterholz. Vollgesaut wie nie zuvor im Leben ging es zur Bikewäsche und zum Duschen. Die Überschuhe ließen sich nur noch in Streifen von den Schuhen pellen und der Rest der Ausrüstung flog schnell in einen mitgebrachten Müllsack.
Im Großen und Ganzen ein recht gelungenes Wochenende, das ich ohne die Umwerferprobleme sicher noch schöner in Erinnerung behalten hätte. Aufgrund der super Stimmung, der ausgezeichneten Verpflegung und der anspruchsvollen Strecke ist ein Start auch im nächsten Jahr Pflicht.
Abschließend noch großen Respekt an die Singlespeed-Fraktion. Unglaublich wie Einige die Berge hochdrücken. Auch wenn der Deformationsgrad der Knie nicht immer gesund aussieht.
ergebnisse 3. etappe
Marcus | 18. von 50 in der AK | 33. von 160 in der GW mit 3:46:52,1
Torsten | 26. von 50 in der AK | 78. von 160 in der GW mit 4:11:48,1
ergebnisse madeast challenge 500
Marcus | 29. von 104 mit einer Zeit von 9:22:38
Torsten | 57. von 104 mit einer Zeit von 10:14:38
 
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