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Riva Bike Marathon '11
 
 
 
 
 
2635hm Die erste Hälfte ist definitiv alpin angehaucht. Es geht auf gut 1300hm hinauf und die fast am Stück. Danach wird es zunehmend flacher, aber nicht minder anspruchsvoll. Es warten zahlreiche kurze knackige Auffahrten im zweiten Teil der Runde. Man sollte auf keinen Fall das Mittelgebirgsprofil mit den steilen Rampen auf Steinen und Wurzeln unterschätzen.
24% Kurz vor San Giovanni bzw. auf kurzen Waldtrails am Ende der Strecke.
26% Erreicht man des Öfteren auf dem ersten Teil der Strecke.
82km Mit der anspruchsvollen Piccolo-Runde und dem zweiten mittelgebirgsähnlichen Teil schließt garantiert jeder diese anspruchsvolle Strecke in sein Herz. Es ist vermutlich eine Art Hassliebe :)
S1 Die ersten gut 40km auf der Piccolo-Strecke sind gespickt mit kniffeligen und steilen Trailpassagen, welche vor allem bei Nässe viel Konzentration und Können verlangen.
Die Streckenverhältnisse schwanken von Teer, über Schotter, Beton, lose Steine, sehr ruppige Schotter und Geröllabfahrten bis hin zu Wurzel- und Waldwegen. Also die gesamte Bandbreite.
- Da ich mich über die Marathonman-Serie angemeldet habe, entfiel für mich das Startgeld.
4:20 Mittelklasse-Fahrer.
Sympatex Bike Festival Garda Trentino
Rennbericht Marcus Ronda-Grande
Nach nun gut einer Woche Abstand zum Rennen am vergangenen Samstag in Riva del Garda, habe ich nun auch mal die Muse gefunden einen kleinen Rennbericht zu verfassen. Gestartet wurde am Samstag aus, glaube ich, 5 verschiedenen Startblöcken, wobei A bzw. A1 als erste zeitgleich an den Start gingen. Gütigerweise vermachte ich Sebastian meinen Startblock A, da er nur hätte aus B starten dürfen. Für mich war der Startblock so ziemlich egal, da das Rennen nur eine kleinere Standortbestimmung bzw. die Fortsetzung des Trainingslagers in Riva darstellte. Zu unserem Unmut kostet das Umtragen der Daten im Computer noch zusätzliche 10€. Ich starte nun als gut 10min hinter Sebastian mit seinem Namen auf der Startnummer und er mit meinem. Da wir relativ zeitig in der Startaufstellung standen, nahm ich in der zweiten Reihen des Startblockes B platzt und musste nun noch gut 40min auf den Startschuss warten. Nach dem Startschuss schossen wir mit gut 50km/h durch Riva, was in Anbetracht der Mini-Übersetzung von 42-11 doch ein schwieriges Unterfangen darstellte, dran zu bleiben. Zumal der Puls hier schon dunkelrot anzeigte. Schnell formierte sich die erste gut 30 Mann starke Gruppe. Ich sortierte mich fast ganz hinten ein, um maximalen Windschatten zu genießen. Widererwartend gab es am ersten Nadelöhr nicht wirklich Probleme. Es ging sehr gesittet auf den ersten gut 200hm und bis zu 20% steilen Anstieg. Aufgrund des nächtlichen Regenfälle und der etwas schwächeren Fahrer, war das eine oder andere Mal doch erhöhte Aufmerksamkeit geboten, nicht irgendjemand über Haufen zu fahren oder im gefühlten Stillstand am Berg gleichzeitig das Vorderrad unten zu halten bzw. hinten auf dem nassen Stein für genügend Traktion zu sorgen.
Im Anschluss wurde es doch deutlich steiler und ich entschloss mich den Puls etwas in den unteren Grenzbereich zu verschieben. Die Strecke wurde nun auch deutlich steiler und breiter, so dass man hier sehr bequem überholen konnte. Von hinten näherten sich ab und an schneller C-Block fahren, was ich aber wieder dem Überholen der A-Block fahren gut ausgleichen konnte. Nach dem Erreichen der Straßenauffahrt ereigneten sich wieder Bilder, welche alle Fahrer nur mit einem Kopfschüttel quittieren mochten: 2 Fahrer die gut 30km/h bergauf fuhren, wollten unbedingt im Windschatten eines Fahrers fahren, der nur gut 15km/h fuhr. Das ganze endet dann mit schmerzverzehrten Gesichtern dieser beiden Gringos. Muss und kann man nicht verstehen. Die nachfolgenden noch gut 700hm waren eigentlich ziemlich ereignislos. Jeder Fahrer bemühte sich um seinen Rhythmus und kämpfte mit der Steilheit der Anstiege verbissen. Selbst im vorderen Feld vermochten es schon viele Fahrer nicht mehr die steilen 25% Rampen auf dem feucht nassen Untergrund zu meistern.
Oben auf dem San Goivani angekommen, sollten die anspruchvollsten Teilestücke des gesamten Marathons folgen. Was am Donnerstag auf unserer Trainingsrunde noch anspruchsvoll aber locker fahrbar war, war wurde dank des Regens in der Nacht und den gut 200 Fahrern vor mir zu einer Vielzahl von schwierigen Downhills. Besonders der nasse und extrem glatte Kalkstein machte den vielen Fahrer doch arge Probleme. Zahlreiche doch sehr schmerzverzehrte Gesicht standen am Rande der Strecke. Das Highlight stellte ohne Zweifel der letzte Downhill der Piccolo-Runde dar. Leider war es vom Veranstalter nicht besonders glücklich die Facile-Fahrer auf diesen doch anspruchsvollen Trail hinunter zu führen. Die Fahrer und Fahrerinnen dieser Erlebnisrunde wussten gar nicht mehr, in welche Richtung sie vom Trail springen sollte, als die Welt-Elite und anschließend das gesamte Starterfeld an ihnen bergab vorbeiflog.
Nach gut 2:10 und 40km war die Streckenteilung erreicht und ich bog noch relativ locker auf die Grande-Runde ab. Nach dem sich ein Fahrer doch lautstark darüber beschwert hatte, dass einige Fahrer bergab schoben, weil die Strecke einfach zu voll war und sich nun in meinen Windschatten im Flachstück ausruhen wollte, verlagerte ich den Puls kurzerhand mal in den Spitzenbereich und fuhr auf und davon. Dabei sammelte ich dann Fahrer um Fahrer ein und machte einige Plätze wieder gut, welche ich aufgrund meiner sehr defensiven Fahrweise bergab verloren hatte. Der zweite Teil der Ronda-Grande erinnert sehr ein Mittelgebirgs-Marathon. Es geht zwar noch einmal gut 500hm auf der Straße bergauf, wird dann aber immer mehr ein auf und ab. Teilweise wird es auf den Bergtrails noch einmal ziemlich anspruchsvoll nicht absteigen zu müssen. Die nassen und Wurzeln, Steine und die teils doch beachtlichen Steigungswerte von über 20% machten dieses Unterfangen nicht immer zu 100% erfolgreich. Vielleicht fehlte aber auch der letzte Biss, diese Kanten auch noch niederzutreten.
Es folgten noch ein paar kleinere Geröllhaltige Abfahrten und zahlreiche Gegenanstiege. Als ich dann die zweite Streckenteilung erreichte, verschwand ich keinen Gedanken an die Ronda- Extrema, da ich mich psychisch schon ziemlich quälen musste. Nach gut 3h auf Strecke guckte ich doch recht häufig auf die Uhr und hoffte, dass es nun bald bergab gehen sollte. Der letzte Downhill auf der Strecke, hat doch Asphalt doch viel Spaß vermittelt. Kurvenreich, teils eng, mit Spitzkehren und ordentlich Gefälle ging es hinab ins Tal. Ich glaube, es gab noch einen kurzen Anstieg bevor es endgültig auf die letzten 5km nach Riva ging. Mittlerweile hatte sich hinter mir eine gut 10-köpfige Gruppen angefunden, welche aber die erhöhte Pace auf der Straße nicht mehr mitgehen konnte. So blieb mir nur noch ein Fahrer, welche aber nach und nach bröckelte. Schlussendlich erreichte ich einsam nach gut 4:20 das Ziel. Im Ziel wartenden schon Basti, der ja wie zu erwartend schon gut 2h eher im Ziel war. Insgesamt war es ein superschönes verlängertes Wochenende. Fahrtechnisch ist es eine sehr anspruchsvolle Strecke. Konditionell bin ich definitiv nicht annähernd am Limit gefahren und somit erhoffe ich mir nächstes Jahr bei trockener Strecke eine Zeit unter 4h.
Ergebnis
Marcus | 81. von 294 (Altersklasse) | 116. von 518 (Gesamtwertung) | 4:19:44,6
 
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