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Adelsberger-Bike-Marathon '10
 
 
 
 
 
1620hm Es gibt mehrere längere Anstiege die gleichmäßig über den Rundkurs verteilt sind.
18% Am steilsten ist der schlammige und leicht ausgesetzte Anstieg nach der Sternmühle.
62km Die Strecke ist gekennzeichnet durch ein ständiges Auf und Ab. Flachstücke sind quasi nicht vorhanden. Aufgrund der schlammigen Bedingungen war die Strecke technisch recht anspruchsvoll. Die Strecke ist ein klassischer Rundkurs von ca. 20 km Länge. Neben 3 Runden, konnte man auch über 2 oder 1 Runde an den Start gehen.
S1 Die Schlammrinne in Richtung Höhenweg wird im Renntempo zum Glücksspiel. Im Gegensatz zum 3-Talsperren-Marathon konnte man auch auf dem Rest der Strecke Gemeinheiten wie Wurzeln, Steine und kleinere Absätze entdecken:-)
25€ Fürs Startgeld gibt es Transponder, T-Shirt, kalte Duschen, Bikewäsche und ein Buffet mit Obst, Kuchen und belegten Brötchen.
www.adelsberger-bike-marathon.de
Rennbericht vom Torsten
Eins vorweg: Da mich diesmal statt meinem Hinterrad mein Körper im Stich gelassen hat und ich dementsprechend unzufrieden mit dem Ergebnis bin, wird auch der Bericht etwas kürzer als gewohnt ausfallen. Nun aber weiter im Text.

Als ich kurz nach 9 Uhr bei schönstem Sonnenschein mein Bike aus dem Auto packte, bot mir eine hilfsbereite Anwohnerin erstmal eine Tasse Kaffee an, in dem festen Glauben, ich hötte die Nacht im Auto vor ihrem Grundstück verbracht. Ich konnte die gute Frau davon überzeugen, dass ich ein ordentliches Bett inklusive Frühstück bei Mutti hatte und schlug das Angebot freundlich aus. Anschließend schnell noch die Startnummer geholt und ab zum Einrollen auf den Sportplatz. Eigentlich sollte ich aber noch von der gestrigen Trainingsrunde durch die Dresdner Heide mit der Cross-Country-Fraktion um Sebastian Golz (Bike Passion Pirna) und Henne (Bad Salzdetfurth Racing) warm genug sein. Marcus war da natürlich auch mit von der Party, um mir die letzten Kraftreserven aus den Beinen zu ziehen!
Am Start dann die große Überraschung: Von den Leuten die ihr Kommen angekündigt hatten, war ich der Einzige der wirklich anwesend war. Alex, Henne und Sebastian hatten wohl entweder keine Lust, waren krank oder hatten auch auf unserer Heiderunde zu viel Saft verloren;-) Wenigstens ein paar bekannte Gesichter aus meiner Gruppe vom 3-Talsperren-Marathon konnte ich erspähen.
Nach kurzem neutralisiertem Start durch Adelsberg ging es direkt in den ersten längeren Anstieg. Hier die baldige Ernüchterung. Mein Puls war nicht dazu zu bewegen über 170 Schläge zu gehen, die Beine von der gestrigen Trainingsrunde elendig schwer und ein Rumoren in der Magengegend bildete ich mir auch noch ein. Der Großteil des Überschaubaren Starterfeldes zog sofort unerreichbar davon und um meine Motivation war es dementsprechend auch schon geschehen. Um mich herum befanden sich nach gerade einmal 5 km nur noch 3-4 weitere Starter. Nach vorne und nach hinten klaffte aber schon eine gewaltige Lücke. Im Anschluss folgten eine technisch anspruchsvolle Abfahrt durch eine Art Schlamm-Halfpipe und ein recht steiler Anstieg mit ebenfalls viel Schlamm und einigen Wurzeln, den ich aber gerade so noch im Sattel bewältigen konnte. Nachdem ich zwischenzeitlich schon ans Aufgeben gedacht hatte, lief es am Ende der 1. Runde wieder etwas besser. Der Versuch am Ortseingang von Adelsberg mir ein dringend benötigtes Gel einzuverleiben, scheiterte allerdings an einem nicht erwarteten letzten steilen Asphaltanstieg. Die Anfeuerung von meinem Ingolstädter Trainingskollegen Markus im Start-Ziel-Bereich mit den charmanten Worten "Torsten komm endlich aus dem Arsch" überzeugte mich endgültig die nächsten 2 Runden in Angriff zu nehmen. Da beide Runden von relativer Einsamkeit geprägt waren, möchte ich im Weiteren nur noch ein paar Highlights erwähnen.
Im obengenannten Matschanstieg hatte ich in Runde 2 das Vergnügen, dass sich auf dem schmalen Weg das komplette Führungsfeld der 20 km Starter an mir vorbeipresste. Was den Anstieg für mich natürlich zusätzlich erschwerte. Hätte ich die Ideallinie gehalten, wären sicherlich keine neuen Freundschaften entstanden;-) Da aber leider nicht alle Mitmenschen so sozial gestrickt sind wie ich, konnte ich mir in der letzten Runde noch von einem 1 Runden Baumarkt-Fully Piloten im Trail viel zu lange das nahezu stehende Hinterrad anschauen und einige Wanderer mit Hunden wollten auch unbedingt ihren Anspruch auf die Ideallinie durchsetzen. Darf ja auch nicht wahr sein, dass man während eines Radrennens so rücksichtslos mit dem MTB durch das sonst so lauschige Unterholz donnert. Leider hatte ich auch zu wenig getrunken, so dass ich in der letzten Runde Krampfprobleme bekam. Allerdings war nun die Lust an der Qual angesichts des baldigen Saison- und Rennendes wieder da, und ich konnte noch 3 Fahrer mit stärkeren Krämpfen überholen. Auch das Pflügen durch die hintere Hälfte des 40 km Teilnehmerfeldes hat zusätzlich viel Spaß gemacht.
Da sich nach dem Rennen eine riesige Schlange an den 2 Kärchern bildete, beschloss ich mein Bike zu Hause zu reinigen. Das Ganze hat dann auch geschlagene 2 Stunden in Anspruch genommen. Ob noch alles so dreht, wie es soll, wird sich diese Woche im Training zeigen. Fettige Finger habe ich jedenfalls beim Putzen nach solch einer Schlammschlacht nicht mehr bekommen.

Insgesamt bin ich natürlich etwas enttäuscht über meine Leistung. Insbesondere dadurch, dass meine direkten Mitstreiter vom 3-Talsperren-Marathon diesmal allesamt um ca. 15 Minuten schneller waren als ich. Allerdings gilt wie immer, aus Fehlern wird man klug. Noch mal werde ich sicherlich nicht am Vortag eines Rennens den lokalen CC-Helden auf einer Trainingsrunde hinterher hecheln:-)

Das war dann der Abschluss einer für meine Verhältnisse sehr ereignisreichen Saison. Insgesamt konnte ich doch einen recht deutlichen Leistungssprung verzeichnen und freue mich daher auch schon auf nächstes Jahr. Nun bleibt erstmal Zeit für einige "entspannte" Touren und auch andere Hobbys, wie beispielsweise mein heißgeliebtes Badminton, lassen sich wieder reanimieren.
Ergebnis
Torsten | 41. von 65 in der Gesamtwertung | Fahrzeit: 3:17
 
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