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Drei-Talsperren-Marathon '10
 
 
 
 
 
2134hm Insgesamt ist es eine eher wellige Strecke, bei der man 2 mal auf den höchsten Punkt - der Auersberg - fährt. Die größten Teil der gut 2200hm absolviert man auf den ersten 40km. Es schließt sich eine flachere Passage an, bevor es am Ende noch mal ein paar kleinere Hügelchen hinauf geht.
17% Gemessen am Auersberg auf Asphalt.
12% Es wird ausdrücklich vor dieser sehr steilen Passage gewarnt. Passt bitte auf. Es ist wirklich gefährlich.
103km Ein eher kilometermäßig längerer Marathon. Landschaftlich sehr schön und abwechslungsreich.
S0 Keine Anforderungen.
25€ Startgeld inklusive schlechter Transponder, Kopftuch, Duschen, minimaler Verpflegung und Foto-Service.
www.drei-talsperren-marathon.de
Rennbericht vom Torsten
Nach dem pannenbedingt völlig verpatzten Vogtland Marathon wollte ich diesmal die dank unseres Alpencrosses immer noch vorhandene Form in ein gutes Ergebnis ummünzen. Die Bikewahl fiel auf mein Hardtail, da die Strecke keine größeren fahrtechnischen Schwierigkeiten für die Teilnehmer bereithält. Allerdings wäre ich aufgrund des fehlenden Druckpunktes der XTR-Bremse beinahe in der ersten Abfahrt gestürzt.
Wir erreichten überpünktlich gegen 8 Uhr das Startareal in Eibenstock und hatten somit noch ausreichend Zeit uns bei eisigen Temperaturen einzufahren. Dabei steuerten wir unzählige Male das Auto an. Immer frei nach dem Motto „Weste an, Weste wieder aus“. Letztendlich starteten wir beide kurz, so wie sich das für richtige Männer gehört;-)
Pünktlich 9:45 Uhr erfolgte dann der Start auf die lange 100 km Runde. Wie bei den letzten Rennen, hatten wir uns auch diesmal bemüht wieder soweit vorne wie möglich im Startblock zu stehen. Mit sehr hohem Tempo ging es dann zuerst ein kurzes Stück durch Eibenstock, wobei Gefahren durch parkende oder gar entgegenkommende Autos lauerten. Am Ortsausgang von Eibenstock geht es sofort in einen ca. 6 km langen Anstieg in Richtung Carlsfeld. Aufgrund der Kälte und meines leicht verschnupften Zustandes hatte ich hier doch einige Probleme in die Gänge zu kommen und musste einige Fahrer an mir vorbei ziehen lassen. Durch lautstarkes Motivationsgeschreie konnte ich dann aber doch irgendwann den Motor anlassen und mich am Ende des Anstieges an eine sechsköpfige Gruppe hängen, die so nahezu unverändert die nächsten 80 km bestehen blieb. Aufgrund der Erfahrungen vom letzten Jahr wusste ich noch wie wichtig bei diesem schnellen Rennen eine passende Gruppe ist und versuchte so auch immer alles, um den Kontakt nicht abreißen zu lassen. Bis zum ersten Anstieg auf den Auersberg war dann auch permanentes Windschattenfahren angesagt, wobei auch ein fairer Wechsel an der Spitze stattfand. Irgendwo auf diesem Abschnitt steckte dann auf einmal ein Kieselstein in meinem rechten Nasenloch. Naja, besser als im Auge. Notiz an mich: „Unbedingt Radbrille kaufen“. Kurz vorm Gipfel des Auerberges rief uns dann ein Streckenposten zu, dass wir erst akzeptable 8 Minuten Rückstand auf die Spitze hätten. Ich verlor in diesem steileren Anstieg ein paar Sekunden auf meine Gruppe. Diesen Rückstand konnte ich allerdings in der folgenden Abfahrt und dem flachen Gegenanstieg leicht wieder zufahren. Dieses Prozedere sollte sich auf den folgenden Kilometern ständig wiederholen. In steileren Anstiegen verlor ich immer wieder den Anschluss, den ich aber in Flachabschnitten und kraftvollen kurzen Rampen schnell wieder schließen konnte und dann meistens auch gleich wieder Führungsarbeit leistete, um das Tempo im Flachen hochzuhalten. In der zweiten Schleife zum Auersberg zeigte sich dann auch schon der Vorteil einer größeren Gruppe. Wir konnten die ersten enteilten Fahrer stellen und diese meist auch sofort abhängen. Auf den nun folgenden Kilometern gab es immer wieder Behinderungen durch einige Volkssportler, die sich auf die 50 km Runde begeben hatten. Meine persönlichen Highlights: Ein Fahrer der meinte, wenn ich „links“ ansage, müsste ich rechts vorbeifahren und eine Fahrerin mit einer Standpumpe im Rucksack. Macht aber auch irgendwie Spaß mit 60 km in den Beinen an eigentlich noch ausgeruhten Fahrern der kurzen Distanz nur so vorbei zu fliegen. Nach ca. 70 km bekam ich in einem längeren Anstieg zur Talsperre Sosa Krampfprobleme im linken Oberschenkel. Mit ausreichend Flüssigkeit und einem kurzem Intermezzo im Wiegetritt konnte ich meine Muskulatur aber glücklicherweise wieder in den Griff bekommen. Das entstandene Loch zur Gruppe konnte ich mit einem beherzten Antritt wieder schließen. Ungefähr 10 km vorm Ziel setzten sich dann 2 Fahrer, die vorher schon den stärksten Eindruck hinterlassen hatten, aus unserer Gruppe an einem Asphaltanstieg ab. Die Gruppe war nun nur noch zu dritt. Da meine Trinkflaschen längst alle waren und meine Kräfte schwanden, war ich doch sehr erfreut den letzten Anstieg zum Ziel zu erblicken. Letztes Jahr war ich hier noch komplett eingebrochen, doch dieses Jahr konnte ich meine beiden verbliebenen Begleiter mühelos abschütteln und mich vor einem Zielsprint drücken. Die Uhr stoppte bei 4:06:25 h. Mehr als 20 Minuten schneller als letztes Jahr, trotz zäherem Untergrund, und Gesamtplatz 29. Ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis für mich, auch wenn ich zwischenzeitlich gerne die 4h Marke geknackt hätte. Zitat von Alexander Hummitzsch im Zielbereich: „Nicht schlecht, so wie du im Frühling rumgegurkt bist“;-)
Nun noch der Adelsberger Bikemarathon und dann kann die Skisaison beginnen.
Rennbericht vom Marcus
Nach dem für mich eigentlich die Saison nach dem guten Abschneiden beim Ötztaler Radmarathon Geschichte war, meldete ich mich doch noch für den Dreitalsperren-Marathon an. Aufgrund der wenigen Technischen Abfahrten liegt die Strecke mit ein bisschen besser, weil es eigentlich nur auf den Bums am Berg ankommt. Die Vorbereitungswoche verlief mit viel Stress auf Arbeit und nur einer Trainingssession suboptimal, so dass ich es nicht einmal am Freitag auf die Reihe bekam, um eine kleine Puls-Hochtreib-Einheit zu fahren. Mit zerknautschten Gesicht und viel Elan quälte ich mich also kurz vor halb sechs aus dem ach so schön warmen Bettchen und starten die Anreise zu Torsten. Schnell gemütlich mit Tempomat nach Eibenstock in den Schacht gekullert. Punkt 8 waren wir so ziemlich die ersten, bequemten unsere Bikes aus dem Auto und staunten über die Ansammlung von Baummarktbuden ringsherum.
15min vor dem Start waren wir noch immer unschlüssig, ob mit oder ohne Weste. Mit. Nein Ohne. Mit. Ohne. Oh jetzt hatten wir es. Am Starten waren wir dennoch die ersten. Wir reihten uns in die 2 Reihe an und 9:45 ertönte der Startschuss. Alex war immer noch der Meinung, dass wir eine Gruppe bilden sollten. Naja wie wir (Torsten, Stephan und ich) Alex kennen, wussten wir, dass das nix wird. Wir knallten hinter dem Feuerwehrwagen des Baujahr 1980 durch Eibenstock in den ersten Anstieg. Nach gut 2-3km war die Führungsgruppe nicht mehr zu halten. Alex konnte ich auch nicht mehr so richtig folgen. Zu diesem Zeitpunkt entschied ich mich, etwas rauszunehmen um mein Puls bei gut 95% bewenden zu lassen. Im Nachhinein ein Fehler die kleine Lücke nicht mehr zu zufahren.
Schnell bildeten sich gut 3 Gruppen an der Spitze. Ich befand mich zusammen mit Stephan in der 2. Verfolgergruppe und trat entspannt das große Platt am Rande des Herztodes den ersten Berg hinauf. Insgesamt war die Strecke aufgrund des aufgeweichteren Bodens etwas zäher als 2009. Wir nahmen zusammen mit 3 weiteren starken Fahrern die Hatz nach der vor uns liegenden Gruppe auf. Erreichten diese sogar noch vor dem Auersberg. Jedoch vermochte ich es nicht, auf die Gruppe dank der Tempoverschärfung aufzufahren. So blieb Alex mit gut 1min zwar in Sichtweite, aber immer zu weit weg. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir aber immer noch ein 4 köpfige Gruppe, so dass die anschließenden Kilometer eigentlich kein Problem werden sollten. Pustekuchen. Bei der Schleife um den Auersberg zerfiel die Gruppe. Ich weiß zwar nicht genau warum auf einmal plötzlich 2 Fahrern abreißen ließen, aber wir waren nur noch zu zweit. Das zweite Mal Auersberg lag hinter uns, wir ballerten mit gut 20km/h Überschuss an den Freizeitfahrern vorbei und beschwerten uns des Öfteren über die mangelnden Kenntnisse des Begriffes "Links". Wir fuhren gut 10-15km zusammen im Windschatten bevor ich an einer kleineren 15% Rampe einfach stehen gelassen wurde. Toll dachte ich mir. Jetzt muss ich die letzten 40km alleine gegen den Wind fahren.
Es trat genau das ein, was ich befürchtet hatte. Isoliert verliert man auf dieser Bolzerstrecke dermaßen viel Zeit, dass an eine gute Zeit nicht mehr zu denken ist. So fuhr ich wieder mal komplett alleine um die Talsperren. Versuchte mich irgendwie zu motivieren und abzulenken. 10km vor dem Ziel holte mich ein Biehlerfahrer ein, den wir zufuhr verloren hatten. Leider war ich nicht im Stande ihm auf der kleinen Abfahrt hinunter zur Talsperre zu folgen. Schön wieder kein Windsschatten, keine Motivation. Circa 3km vor dem Ziel. Die Trinkflasche alle. Die Beine voller Laktat bei einem Durchschnittspuls von 90% (175bpm) und beginnenden Krämpfen schloss ich wieder auf einen Fahrer auf. Er war alle, ich auch. Aber irgendwie konnte ich am letzten Anstieg hinauf zum Ziel einen Vorsprung herausfahren. Dank der modernen Zeitmessungen, wurde ich trotz Arm hin haltens nicht gewertet. Ich stieg genervt vom Radl ab und ging zurück zur Zeitmessung. Na prima. Der Kommentar: "Schon wieder Ähner, der nen Platz verliert." Danke. Vielleicht doch nächstes Mal ordentlich Transponder, wo man nicht auf dem Zielstrich anhalten muss, was ich ja Gott sei Dank nicht wusste. Alex war ja schon da, und musste erstmal kritisieren, wie schlecht ich bin und das ja noch 8 min auf ihn fehlen würden. Ich entgegnete ihm nur noch, dass ich auch 40km alleine gefahren bin und mich nicht im Windschatten ausruhen konnte. Torsten komplettierte das gute Gesamtergebnis des bikec.de Racing Teams mit Platz 29. Im Großen und Ganzen ein gutes Tagesergebnis. Dank intensiver Trainingsvorbereitungen wird es nächstes Jahr besser und das Podium kann in der AK anvisiert werden. 10min auf den 3., könnte mit einer besseren Strategie und Form machbar sein. Wir werden sehen.
Ergebnisse
Alex | 8. von 32 in der AK | 12. von 92 in der Gesamtwertung | Fahrzeit: 3:47
Marcus | 5. von 20 in der AK | 15. von 92 in der Gesamtwertung | Fahrzeit: 3:54
Stephan | 2. von 12. in der AK | 28. von 92 in der Gesamtwertung | Fahrzeit: 4:06
Torsten | 8. von 20 in der AK | 29. von 92 in der Gesamtwertung | Fahrzeit: 4:06
 
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