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Etappe 4: Turahus - Trun
 
 
 
 
 
2360hm
23% Am Schiebestück des Tomülpasses.
23% Können aber auch ein paar Prozente mehr Tomülpass gewesen sein.
77km Streckenpunkte: Turahus | Tomülpass | Alp Tomül | Vals | Uors | Pigniu | Surin | Lumbrein | Alp Nova | Sassli | St. Martin | Trun
S2 - S3 Am Tomülpass. Oben sehr grobes Gelände. Danach Traumtrail. Im Anschluss einige steile und ausgesetzte Treppen. Unten wieder sehr viel auf S1 Wegen fahrbar. Sehr steiler und rutschiger unterer Abschnitt mit starker Hanglage.
6:00 Reine Fahrzeit.
Ein bisschen hat sich die Stimmung nach dem eben getätigten Pizzaessen gehoben. Die Wetterprognose für den morgigen Tag war einfach zu schlecht. Unwetter, Schneefall ab 1800m, Dauerregen und der Wegfall des Maghilapasse trübten heute bei der Ankunft in Trun deutlich die Stimmung.
Dabei hatte der Tag sehr vielversprechend angefangen. Das Frühstück war nicht üppig, aber schmack- und nahrhaft. Mit 8:30 ging es auch heute früh wieder sehr zeitig den ersten Pass hinauf. Der Tomülpass stand auf dem Plan. Laut Höhenprofil erwartete uns ein sehr steiler Wiesenweg mit 200hm Schiebestück.
Praktisch vom Haus weg, mit nicht einmal 20m einrollen, krochen wir anfänglich die ersten Kehren sehr langsam hinauf. Es war noch bitter kalter. Dies änderte sich jedoch schnell. Der breite Pfad wurde immer steiler und dann brannte auch die Sonne ordentlich.
Also schnell alles ausziehen und weiter gegen den Berg ankämpfen. Nach und nach überholten wir Wanderer bzw. später auch noch andere Biker. Bis zum Schiebestück ist für extrem konditionsstarke Fahrer alles fahrbar – auch streckenweise die Schiebestücken. 95% konnten wir fahren sowie auch teilweise Abschnitte der ausgewiesenen Schiebestrecke.
Nach doch schnellen 75min erreichten wir die Passhöhe. Schnell Weste und Armlinge angezogen, da es auf 2400m Höhe doch morgen um 10Uhr etwas frisch war. Die ersten 200hm sind für normale Tourenfahrer praktisch nur zu maximal 50% fahrbar – wenn überhaupt.
Zu ausgesetzt, lose riesige Steine und sehr tiefe Wasserrinnen (das passt das Vorderrad bequem rein) lassen uns lieber die Bikes über das Gröbste schieben. Was sich dann jedoch bis Alp Tomül anschließt, kann es als kleiner Holy-Trail bezeichnet werden. Für uns zu 100% fahrbar – S1 und ganz kurze Abschnitte S2 Anforderung.
Aber immer recht breit und ideal zum zügigen surfen. Kleinere Absätze für den entsprechenden Kick. Leider war dieser Trail zu schnell Geschichte. An den Trail schließen sich fahrtechnisch sehr anspruchsvolle S2-S3 Treppen an. Gefolgt von zahllosen steilen, technischen und schmalen Hangtrails. Alles fahrbar.
Größere Absätze trugen wir fix. Zum Schluss noch eine sehr steile Waldabfahrt mit Nervenkitzel bei nassen Holzbohlen inkl. 30cm Absätzen. Trotzdem fahrbar ;) Klassisch ging es dann mit endlosen Serpentinen auf Schotter nach Vals. Einen kurzen Disput mit einem rücksichtlosen Autofahrer gab es leider auch mal wieder.
In Vals machten wir einen gemütlichen 30‘ Pause und aßen ausgiebig trockenes Brot mit frischem Quellwasser. Im Anschluss fuhren wir auf der Hauptstraße immer nur – mit einigen kleinen Ausnahmen – bergab nach Uors.
Wir folgten der ausgeschriebenen Route nach Lombardie. Nach Pigniu gab es mehrere sehr steile Schotteranstiege bis 20%. Es ist aber alles fahrbar gewesen, aber man braucht etwas Biss. Kostet aber schon einige Körner und Motivation.
Bis Surin folgten wir der leicht welligen Straße, bevor es in eine kurze Abfahrt zur Flussüberquerung ging. Nach gut 250hm in Lombardie angekommen, gönnten wir uns unplanmäßig einen kleineren Snack in Form eines Omelettes und altem Brot mit Schinken, was sich Sandwich nannte. Bäh.
Die Auffahrt zur Alp Nova ist kurz charakterisiert: 10-12% Steigung, meistens Asphalt, ab und zu Schotter, kurvig und gut zu fahren. Den Blick kann man aber gut ins Tal schweifen lassen. Bei der Alp Sezner wartete ich gut 10‘ auf Torsten, der am heutigen Tag in einer schlechten Verfassung war.
Die Alp Novahütte bot sich nicht wirklich für eine Rast an. Von weitem sah es wie ein Bretterverschlag aus. Auch insgesamt ist der Pass, wollen wir mal sagen, sinnlos. Die Abfahrt im Kuhmist und tiefem Schlamm auf einer Buckelpiste lies doch wirklich jeden Flow vermissen.
Einzig die Waldabfahrt nach St. Martin konnte uns wieder ein wenig aufmuntern. Die flache Schotterabfahrt nach Trun kullerten wir sehr gemächlich. In Trun angekommen hatte keiner mehr Lust heute noch ein Stück zu fahren.
So ging es in den lokalen Supermarkt und die Bettenunterkunft für sparsame 40 Franken. Der morgige Tag verspricht laut diversen Wetterprognosen nichts Gutes, so dass wir wohl morgen mit dem Zug fahren werden.
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