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Etappe 1: Lindau - Alt St. Johann
 
 
 
 
 
2650hm Am Anfang geht es ziemlich wellig viele kleinere Anstiege, welche alle fahrbar sind hinauf. Es folgen ein steiler Anstieg zur Unteren Helchen sowie eine entspannte Auffahrt zur Chammhalden Hütte mit kurzen Steilen Abschnitten. Die Auffahrt zum Risipass ist nur für Konditionswunder fahrbar. Wir zählen nicht dazu.
21% Steilste Stück am Aufstieg zur Untere Helchen bzw. am Wiesenweg zum Risipass.
21% Kurzer heftiger Trail nach der Untere Helchen.
115km Streckenpunkte: Lindau | Bregenz | Hard | St. Magarethen | Birkenfeld | Blatten | Schachen | Kaien | St. Anton | Landmark | Schwäbrig | Gaus | Steinegg | Appenzell | Sonnenhalb | Untere Helchen | Lehmen | Böhlhütte | Potersalp | Chammhalden Hütte | Schwägalp | Luttertannen | Alp Leser |Risipass | Gräppelensee | Alt St. Johann
S1 - S2 Kurzer Abschnitt mit Holzstufen auf schmalen Weg mit ordentlich Gefälle. Ansonsten alles S0 auf Straße oder Schotter. Keine Highlights.
6:50 Reine Fahrzeit. Insgesamt 9:50
Die erste Etappe haben wir um 18:30 erfolgreich in Alt St. Johann zu Ende gebracht. Es wart hart. Sehr hart. 115km und 2700hm in 7h. Ein guter 16er Schnitt resultierte dann doch aus den zahlreichen Asphaltabfahrten. Start war heute Morgen um 6 Uhr in Ingolstadt mit dem Auto. Nach einer kurzen Fahrt dank Torsten, starteten wir echt zeitig um kurz nach 8 in Lindau am Bodensee. Kurz vorher offerierte ich Torsten noch, dass ich keinen Personalausweis dabei habe.
Die ersten Kilometer rollten wir ziemlich lässig und locker am Bodensee entlang. Kurz noch ein Schwätzchen mit einem Exildresdner über den Alpencross und den bevorstehenden Ötzi. Dann trennten sich unsere Wege wieder. Wir immer eigentlich, verfuhren wir uns erst mal, was aber nicht allzu schlimm ausfiel. Nach ein bisschen mehr als einer Stunde erreichten mit ein bisschen Verspätung St. Magarethen. Der Grenzbeamte machte dann auch kein Spirenzchen und
winkte uns einfach durch. Puh geschafft – auch ohne Ausweis. Lustig anzusehen sind die Versicherungsschilder an den Schweizer Velos. Teilweise sogar aus Blech. Der Anstieg nach St. Anton verlief am Anfang doch recht unrund, lies sich aber im Großen und Ganzen gut fahren. Wir bogen dann zum wiederholten Male am heutigen Tag falsch ab. Somit durften wir die Bikes das erste Mal auf diesem Alpencross einen steilen Wiesenanstieg hochschieben. Dies nutzen wir gleich
für die erste gemütliche Pause in der schönen Morgensonne mit Blick auf den Bodensee. Bis Oberegg genossen wir den entspannten Anstieg, die traumhafte Straße und die fast vollkommende Ruhe. In Oberegg verfuhren wir uns heute zum dritten Mal. Es ging nicht nach St. Anton, sondern nach Kaien. Ein bisschen frustriert von der mangelhaften Beschilderung und unser viel zu groben Karte, entschlossen wir uns ein Stück ohne Karte einfach der Straße nach St. Anton über Haggen zu folgen. Dies gelang dann auch zur Abwechslung mal. Wir rollten zügig nach Ruppenpass, wo mir nach ein
bisschen Trinkwasser fragend in einer Gaststube das Wort: ungeniert entgegengebracht wurde. Wasser gab es trotzdem für uns, auch wenn ich mir irgendwie ein bisschen komisch vorkam. Es ist doch nun wirklich nichts Besonderes. Der erste steilere Anstieg der ersten Etappe erwartete uns nach Schwäbrig. Die geplante Abfahrt fanden wir nicht und so fuhren wir die Straße, den Beschilderungen folgend, nach Gais und Appenzell. Kurz vor Appenzell genossen wir noch
frische Kohlenhydrate in konzentrierter Form von der Firma Powerbar, damit der Aufstieg auch nach her nicht so anstrengend wird ;) Den größten Verfahrer leisteten wir uns heute bei der Auffahrt zur Hütte: Untere Helchen. Sinnlos hoch, wieder runter. Hoch nach Chlispitz. Dort Gott sei Dank nette Schweizer mit einer ordentlichen Karte getroffen. Wieder runter. Anschließend wieder hoch zur Gross Gäaschen. Fast Verzweifelt, wo denn hier nun der Weg ist. Schließlich
waren wir heute ja erst dreimal hier. Wieder verkehrt runter auf der Kuhwiese und wieder hinauf. Schließlich dann doch die 100hm und 30% Buckelpiste hinunter gehüpft (samt Bike – also fahrend) und ab auf den originalen Weg. Dieser führte uns auf einem 20% Asphaltanstieg zur Unteren Helchen. Der Downhill nach Lehmen war dann für uns zu 90% fahrbar. 30 nasse Holzstufen bei 25% Gefälle und einem 0,5m breiten Weg ließen wir teilweise aus. Der Anstieg zur Chammhaldenhütte ist relativ lang
und wird nach oben hin immer steiler. Etwas zäh mühten wir uns nach oben. Langsam merkten auch wir die Beine und das eine oder andere Mal fragten wir uns, ob wohl viele Biker eine 120km Strecke am ersten Tag eines Alpencrosses fahren. Natürlich kamen wir auch wieder oben an, fuhren schnell zur Schwägalm, wo Torsten für ungelogene 10€ 2 Cola und ein Stück Kuchen kaufte. Es war auch am heutigen Tag der erste und einzige Kontakt mit Turnschuhtouristen und
Sportwagenprolls ;) Die anschließende kurvige Asphaltabfahrt war unspektakulär und schon ein wenig öde. Der nächste Pass heute: Der Risipass. 200hm Asphalt mit bis zu 18% und noch 100hm steiler Schotterweg. Als Sahnehäubchen eine gebückte 15% (im Schnitt) steile Wiese mit Stufen und vielen Steinen :) Nach den bereits 2500hm gefahren
Höhenmeter, lohnte es sich nicht mehr für uns alle Kräfte zu mobilisieren und den Weg zu fahren. Am Risipass verfehlten wir die Wiesenabfahrt und so surften wir wieder einmal eine schmale kurvige Asphaltabfahrt hinunter nach Stein. Dann ging es ab in Richtung Unterwasser. Leicht ansteigend, aber diesmal mit Rückenwind. In Alt St. Johann entdeckte
Torsten dann endlich den heiß ersehnten Geldautomaten, um der schweizerischen Euro-Mafia zu entkommen. Die zweite angesteuerte Übernachtungsmöglichkeit bot uns dann für heute Nacht für schlappe 68CHF eine saubere und bequeme Unterkunft. Den Abend ließen wir entspannt und gemütlich im Hotelrestaurant bei Schnitzel bzw.
Omelette und einer Vorsuppe ausklingen. Das aktuelle Wetter in Form eines Gewitters sowie das schweizerische Feuerwerk zum Nationalfeiertag stimmten uns auf die Nacht ein. Hauptsache es regnet nicht den ganzen morgigen Tag.
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